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Pfanner: Nicht nur ein Helm, sondern professioneller Kopfschutz

Der menschliche Kopf besitzt äußerst sensible und verletzungsanfällige Bereiche – er gilt nicht grundlos als der schützenswerteste Körperteil des Menschen. Wenn wir auf der Baustelle stürzen, uns stoßen oder etwas Schweres auf uns herabfällt, ist das Verletzungsrisiko des Kopfes immens. Während der Arbeit können derartige Unfälle schnell mal passieren, weshalb gerade in solchen Gefahrenbereichen ein vernünftiger Schutz notwendig ist. Aber genau hier gibt es ein Problem: Obwohl dem Schutz des Kopfbereiches in der Theorie viel Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte, sieht es mit der Realität aus Sicht von Anton Pfanner, Gründer und Geschäftsführer der Pfanner Schutzbekleidung GmbH, ganz anders aus.

Das altbekannte Bild vom Bauarbeiter, der sich zu Arbeitsbeginn lässig den Bauhelm aufsetzt, kennt wohl jeder. Vergessen wird dabei aber gern, dass es sich dabei weder um maßgeschneiderte PSA noch um eine umfangreiche Schutzmaßnahme handelt, die vor wirklich allen Gefahren auf Baustellen schützt.«

Tatsächlich sind klassische Bauhelme dafür gedacht, den Träger primär vor herabfallenden ­Teilen zu schützen. Dass die Baustelle aber weitaus mehr Risiken birgt, wird aus Sicht des Schutzbekleidungsspezialisten kaum beachtet. Pfanner hat sich in den vergangenen 20 Jahren intensiv mit diesem Thema auseinander gesetzt, um eben nicht nur einen Helm, sondern einen Kopfschutz zu entwickeln, der den Schädel im Fall der Fälle nicht nur vor Verletzungen durch aufschlagende Gegenstände schützt, sondern gleichzeitig als Sicht-, Nacken-, Gesicht und Hörschutz dient. Komplettiert wird das laut Anton Pfanner mit hohem Tragekomfort, einer guten Belüftung sowie der Möglichkeit, den Kopfschutz zusätzlich mit Kommunikationstechnologie auszustatten. »Die Grundidee war ein Schutzhelm, der modular gestaltbar ist: Der Anwender kann seinen Kopfschutz individuell zusammenstellen und ihn damit den eigenen Bedürfnissen und Arbeitsanforderungen anpassen.« Und das beginnt laut Anton Pfanner bereits bei der Größenwahl: »Wer sich einen Sicherheitsschuh kauft, achtet in erster Linie auf die richtige Größe, was ja nur logisch ist: Er darf nicht zu groß, nicht zu klein, nicht zu schmal und nicht zu weit sein. Dasselbe gilt aber eben auch für professionellen Kopfschutz. Nur leider sieht die Realität so aus, dass auf den meisten Baustellen nur Einheitsgrößen zur Verfügung stehen und das, obwohl der Kopf klein, groß, eckig oder rund ausfallen kann. Die Folge ist, dass der Kopfschutz nicht richtig sitzt und im schlimmsten Fall dann unzureichenden Schutz bietet.«

Individueller Kopfschutz mit Zusatzfunktionen

Mit »Protos Integral«, das im Altgriechischen für »Der Erste« steht, hat Pfanner in über zwölf Jahren Entwicklungsarbeit eine Schutzlösung auf den Weg gebracht, die Kopf-, Gehör-, Gesichts- und Nackenschutz vereint und eine nützliche Hinterlüftung zwischen Innen- und Außenschale anbietet.

Das »Integral«-System ist so aufgebaut, dass es schnell und unkompliziert bedient werden kann, was gerade auf der Baustelle einen wichtigen Vorteil bringt. Häufig sind die Hände verschmutzt oder der Anwender trägt dicke Sicherheitshandschuhe. Hinzu kommt, dass Pfanner mit »Protos« einen Kopfschutz geschaffen hat, der sich individuell anpassen und mit Zusatzfunktionen ausstatten lässt, um möglichst viele Einsatzvarianten zu bieten.


»Aufgrund der Zertifizierung nach EN 397, EN 12492, EN 1077, EN 1078 und ANSI Z89.1 ermöglicht der ›Protos‹ in all seinen Modell-Varianten einen bestmöglichen Schutz«, sagt Anton Pfanner. »Stöße und Einwirkungen von außen werden gleichmäßig auf die Außenschale verteilt und können deshalb besser vom Material abgefedert werden. Das Integral-System kann außerdem innerhalb von Sekunden für Industrie, Forst, Baumpflege, Rettungs- und Klettereinsätze angepasst werden.«

Ein Schutzhelm – viele Ausstattungsmöglichkeiten

Jede Ausführung basiert laut Unternehmen stets auf dem Basismodell »Industry«, weshalb jeder »Protos« über dieselbe modulare Schale verfügt. Daher lasse sich jedes beliebige Zubehör des Herstellers problemlos integrieren. Dazu gehöre zum Beispiel neben der Schutzbrille auch ein Metallvisier oder die sogenannte »Maclip Light«, ein ansteckbares Licht, das mittels Magneten hafte und sich daher schnell und einfach anbringen und wieder abnehmen lasse.

Zu den wichtigsten Merkmalen von »Protos« zählen laut Pfanner ein großes Sichtfeld für eine möglichst gute Rundumsicht, eine erhöhte Sichtbarkeit durch das farbliche Design, eine spezielle Dämpfung, um Schläge abzufangen sowie eine effektive Nackenschale, die bei Stürzen bzw. Schlägen schützt. Letzteres ist nach Aussage von Anton Pfanner besonders wichtig, da »gerade der sensible Hinterkopf anfällig für schwere Verletzungen ist«. Darüber hinaus biete der »Protos« sowohl Schutz vor vertikalen als auch vor horizontalen Schlägen und erfülle damit die Normen EN 397 und EN 12492. Verstärkt werde diese Art des Schlagschutzes durch den integrierfähigen Gehörschutz. »Ganz gleich, ob dieser aktiv genutzt oder in Passivstellung gebracht wird – er ist so angebracht, dass er jederzeit zusätzlichen Schlagschutz bietet und damit die generelle Schutzfunktion des Helmaufbaus unterstützt«, ergänzt Anton Pfanner.

Mit einem Blick ins Innere des Kopfschutzes fällt wiederum die spezielle Innenschale ins Auge: Sie ist so aufgebaut, dass sie die Energie bei Krafteinwirkung großflächig verteilt und dadurch besser absorbieren kann. Weitere nützliche Eigenschaften sind aus Sicht von Pfanner der Sicherheits-Lüftungsschieber, die integrierte Schutzbrille sowie der »CrashAbsorber«, eine Koroyd-Einlage, die laut Hersteller zu 95 Prozent aus Luft besteht und als Schlagabsorbierung dient. Dadurch soll die Schlageinwirkungen sofort sichtbar werden und dem Träger signalisieren, dass der Kopfschutz ausgetauscht werden muss.

Trotz vieler Funktionen ist nichts im Weg

Eine große Herausforderung bei der Entwicklung des »Protos« war laut Anton Pfanner, dass bei all den ausgeklügelten Schutzfunktionen und integrierbaren Zusatzfunktionen keine Bauteile bei den typischen Bewegungsabläufen stören dürfen.

»Der Träger muss sich voll und ganz auf seine Arbeit konzentrieren können. Sind dabei irgendwelche Teile im Weg, kostet das nicht nur Zeit und Nerven, sondern lenkt auch von den eigentlichen Aufgaben ab.« Der »Protos«, so Pfanner, ist so gestaltet, dass keine hervorstehenden Anbauteile im Weg sind. »So kann der Arbeiter nirgends hängenbleiben und behält eine uneingeschränkte Rundumsicht.« Ein weiterer wichtiger Konstruktionspunkt war für Pfanner der Komfort: »Jeder, der für acht, neun oder zehn Stunden auf dem Bau arbeitet weiß, dass PSA nicht nur zuverlässig schützen, sondern auch bequem sein muss.« Durch die regulierbare Nackenschale sitzt der Schutzhelm sicher am Kopf – auch wenn der Kinnriemen nicht genutzt wird.

Aufgrund der speziellen Konstruktion besitzt der »Protos« überdies Lüftungskanäle an der Oberseite, die durch den Lüftungsschieber verschlossen und schnell wieder geöffnet werden können. Sie ermöglichen eine individuelle Einstellung für heißes, kaltes oder feuchtes Wetter. »Eine weitere Besonderheit ist unsere ›Klima-Air‹-Technologie: Breite Auflagepolster, die sich bei Bedarf auswechseln lassen, sorgen für einen gezielten Schweißtransport.« Abgerundet hat Pfanner die Schutzlösung mit einer patentierten Größeneinstellung, weshalb sich »Protos« dem jeweiligen Träger anpasst.

Da die vorgenommene Größeneinstellung bleibt, muss beim nächsten Aufsetzen nichts mehr neu eingestellt werden. Durch das Aktivieren bzw. Deaktivieren der Nackenschale lässt sich der Kopfschutz zudem schnell an- und ausziehen. Ein wichtiger Aspekt ist, dass sich alle Funktionen des »Protos« mit nur zwei Fingern bedienen lassen. Selbst der sonst so sperrige Gehörschutz lässt sich hier sehr einfach vom aktiven Zustand nach oben zurück in den Helm drücken.

»Keine Frage, ›Protos‹ ist eine Allround-Lösung, die eine Vielzahl an Funktionen bietet. Aber trotz dieser individuellen Komponenten haben alle Modelltypen am Ende eines gemeinsam: Sie zielen auf anwenderfreundliche Bedienbarkeit ab, die höchste Sicherheit, aber eben auch Tragekomfort bieten. Und dahinter steckt keine bloße Floskel. Unser Kopfschutz ist über viele Jahre hinweg aus intensiver Entwicklungsarbeit entstanden, um Maßstäbe im Bereich der PSA zu setzen. Und ich finde, das spürt, sieht und merkt jeder, der mal einen ›Protos‹ aufgesetzt und damit gearbeitet hat.«dc

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