Kooi Security Deutschland GmbH »Die Zukunft der Baustellenüberwachung ist mobil«

Pressemitteilung | Lesedauer: min | Bildquelle: Kooi Security Deutschland

Der Niederländer Pieter Kooi, Gründer und Gesellschafter von Kooi Security, entwickelte 2010 die erste mobile Videoüberwachungslösung und gilt damit nicht umsonst als Pionier der Branche. Die Spezialisten für mobile Überwachungstechnik bieten maßgeschneiderte Überwachungssysteme, um verschiedenste Standorte, darunter Baustellen und Windparks, temporär zu sichern. Heute beschäftigt das Unternehmen rund 250 Mitarbeiter und ist in 22 europäischen Ländern aktiv. 

Die Idee, eine mobile Videoüberwachungslösung zu entwickeln, kam Pieter Kooi in seiner Zeit als Verkäufer im Außendienst: Die an den Firmen fest installierten Sicherheitskameras gaben dabei den entscheidenden Denkanstoß. »Zu dieser Zeit kamen auch Smartphones mit Internetzugang auf«, erzählt der Gründer von Kooi Security, »also habe ich mir gedacht, Videoüberwachung muss doch auch mobil gehen. So was gab es damals noch nicht.«

Das Startkapital von rund 50 000 Euro erhielt Pieter Kooi von seinem Vater. Gemeinsam mit Lieferanten entwickelte und baute er anschließend den ersten Videoturm: einen mobilen 5-Fuß-Container mit ausfahrbarem Mast, Kamera, PC, Router und einer unabhängigen Stromversorgung, genannt »UFO« (»Unit for observation«). »Mit diesem ersten ›UFO‹ bin ich dann losgezogen und habe Kunden gesucht«, erinnert sich Pieter Kooi. Zu Beginn habe es auch nur ein einziges Unternehmen mit einem ähnlichen Konzept gegeben: das rund 75 km entfernte Unternehmen BouWatch. Erst später kamen weitere Mitbewerber hinzu. Dabei habe es sich hauptsächlich um Anbieter von Wachdiensten gehandelt, die erkannt hatten, dass die Zukunft der Baustellensicherheit eine technisch basierte Lösung ist. »Wir waren zu diesem Zeitpunkt schon etabliert und hatten gezeigt, wie die Lösung aussehen kann«, resümiert Pieter Kooi.


Das erste »UFO« bewährt sich

Das erste Projekt, das mit der neuartigen Lösung gesichert wurde, war eine Baustelle von Enercon in Zeeland. Es galt, das Gelände mit vier Windkraftanlagen zu sichern. »Der Projektmanager war sofort interessiert, weil er so statt zwei Wachleuten nur noch einen brauchte und pro Woche 3 500 Euro sparen konnte«, so Pieter Kooi. Enercon und Kooi Security arbeiten bis heute erfolgreich zusammen, nicht zuletzt, weil das »UFO« im Dezember 2010 dazu beitrug, dass ein Diebstahl auf dem Gelände von Enercon aufgeklärt werden konnte. »Das hat Enercon überzeugt. Die Nachricht ging wie ein Lauffeuer durch die Branche und war die Initialzündung für unseren Erfolg«, erklärt Pieter Kooi.

Nach den Anfangsjahren in der Windkraft kamen dann verschiedene andere Baustellenprojekte hinzu. So sicherte Kooi beispielsweise Solarparks, Verkehrsinfrastruktur und Hochbauprojekte. Bereits 2017 war das Unternehmen nach eigenen Angaben in 20 Ländern aktiv. Die Produktpalette wurde darüber hinaus um kleinere »UFOs« erweitert, da Bewegungsmelder, 360-Grad-Kameras oder eine eigene Stromversorgung nicht auf jeder Baustelle gebraucht werden.

Aus den eigenen Fehlern lernen

Bis heute entwickelt und fertigt Kooi Security die Überwachungslösungen selbst. Für den Firmengründer Pieter Kooi stand von Anfang an fest, dass man aus den eigenen Fehlern lernen müsse, um es anschließend besser machen zu können. Die Herstellung der »UFOs« findet in Friesland statt. »In unserer Software steckt unsere ganze Erfahrung aus vielen Tausend Projekten. So etwas kann man nicht zukaufen. Und durch die eigene Produktion haben wir die volle Kontrolle über die Qualität«, erklärt Pieter Kooi. So müsse man in Summe auch weniger Serviceeinsätze durchführen als die Mitbewerber am Markt.

Kooi Security kann auf über zehn Jahre Erfahrung zurückblicken. »Wir haben 2011 schon 20 ›UFOs‹ gebaut«, so Pieter Kooi weiter, »bei rund 25 000 Euro Kosten pro Gerät war das eine Investition von einer halben Million Euro. Das Geld kam von meiner Familie, die dafür ihren Bauernhof verkauft hat.« Bereits 2012 habe das Unternehmen dann über zwei Millionen Euro Umsatz machen können. »Der Markt musste die mobile Überwachungslösung kennenlernen und Vertrauen gewinnen. Das ist gelungen. Auch deshalb, weil wir die ›UFOs‹ von Anfang an selbst fertigen und die volle Kontrolle über Prozesse und Qualität haben.«

Wie Überwachung in Zukunft aussehen kann

Für Kooi Security steht fest: Das Wachstumspotenzial des Marktes ist enorm. Allein in Deutschland stehen derzeit rund 8 000 Videotürme, knapp 20 Prozent davon stammen nach eigenen Angaben von Kooi. »90 Prozent des Marktes sind aber noch gar nicht erschlossen«, sagt Pieter Kooi. »In zehn Jahren werden Videotürme auf jeder größeren Baustelle selbstverständlich sein. Ich bin fest überzeugt, dass der Bedarf an mobiler Überwachung bis dahin auf über 80 000 Türme steigt.« Das begründe sich auch darin, dass das Personal für den Wachdienst fehle und sich die technische Lösung zunehmend besser rechne.

Deutschland an sich ist für das Unternehmen aus verschiedenen Gründen strategisch wichtig: Zum einen hat Kooi den Markt durch die Einführung einer mobilen Überwachungslösung im Jahr 2011 mit aufgebaut, zum anderen macht die DACH-Region nach Angaben des Unternehmens rund 35 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Als wichtigen Faktor für den Erfolg nennt Pieter Kooi die regionale Präsenz: Das Unternehmen setzt auf eine partnerschaftliche Zusammenarbeit und auf die persönliche Beratung auf der Baustelle und nutzt dafür regionale Teams. Für die Zukunft hat Pieter Kooi, der 2021 die operative Führung von Kooi dem neuen CEO Peter Schollmann übertragen hat, für sein Unternehmen klare Ziele: »Wir wollen in Europa Marktführer für temporäre mobile Videoüberwachung werden. Aktuell haben wir eine Flotte von rund 5 000 Geräten und sind damit europaweit die Nummer 2. Bei Wind- und Solarparks sind wir schon jetzt Marktführer. In Deutschland liefern wir uns ein enges Rennen um Platz 2. Wir haben unseren Gesamtumsatz im letzten Jahr von 25 Millionen in 2021 auf 36,1 Millionen gesteigert, in diesem Jahr peilen wir die 50 Millionen an. Das sind Wachstumsraten von 40 Prozent pro Jahr. Wir haben 2022 14 Millionen Euro in Wachstum investiert, in diesem Jahr werden es 15 Millionen sein. Wir entwickeln uns sehr dynamisch, haben ein tolles, engagiertes Team und können dem Markt ein komplettes Paket bieten, in dem all unsere Erfahrung steckt. Deswegen blicke ich sehr optimistisch in die Zukunft.«

 

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