Elten GmbH Fußschutz auf der Baustelle: Ein unerlässlicher Teil der PSA

Pressemitteilung | Lesedauer: min | Bildquelle: Elten

Eine Großbaustelle ist wie ein filigranes Uhrwerk. In der Uhr greifen die einzelnen Zahnräder ineinander, um die Zeiger zu bewegen. Dreht sich ein Zahnrad nicht, kommt das nächste nicht weiter. So ist das auch auf der Baustelle. Arbeitet der Tiefbauer nicht richtig oder ungenau, kann die Bodenplatte nicht gegossen werden; ist der Estrichleger nicht fertig, wartet auch der Fliesenleger vergeblich auf seinen Einsatz. So unterschiedlich die Gewerke auf dem Bau auch sind, eine Gemeinsamkeit haben sie alle: Die Persönliche Schutzausrüstung muss stimmen. Dazu gehören auch die Sicherheitsschuhe. Wie wichtig ein guter Fußschutz ist, zeigt der aktuelle Bericht der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) zum Arbeitsunfallgeschehen 2021. Fußverletzungen machen 18,9 Prozent der meldepflichtigen Arbeitsunfälle aus – fast jeder fünfte Unfall betrifft also die Füße.

Sogenannte SRS-Unfälle, verursacht durch Stolpern, Rutschen oder Stürzen, stehen auf der Liste der Arbeitsunfälle Jahr für Jahr weit oben. Laut DGUV lag die Zahl der meldepflichtigen SRS-Unfälle im aktuellen Berichtsjahr bei 172 045 und ist im Vergleich zum Vorjahr um über 18 000 gestiegen. 24 667 SRS-

Unfälle passierten alleine im Baugewerbe. »Auf einer Baustelle läuft nie alles reibungslos«, weiß Carlo van Well, Facility Manager der Firma Elten und Bauleiter der hauseigenen Großbaustelle. In den vergangenen zwei Jahren hat der Sicherheitsschuhhersteller in Uedem am Niederrhein ein neues Logistikzentrum gebaut. Über 20 Gewerke haben hier Hand in Hand gearbeitet und ein neues Lager mit 5 250 m2 Fläche und Platz für 1,4 Millionen Paar Schuhe geschaffen.

Fußunfälle seien in dieser Zeit aber keine passiert. »Dazu sind unsere Schuhe zu gut«, scherzt van Well. Ein Großteil der Bauarbeiter und Handwerker habe auf der Uedemer Baustelle die Schuhe des Uedemer Herstellers getragen. Hauptsächlich seien die Elten-Modelle »Francesco XXSG black ESD S3«, »Senex XXT Pro Boa ESD S3« und der »Renzo Biomex GTX ESD S3 CI« im Einsatz gewesen. »Die Rückmeldungen der Träger waren durchweg sehr positiv«, wie der Bauleiter berichtet.

Belastungen auf die Gelenke reduzieren

Ein nicht zu vernachlässigender Risikofaktor für SRS-Unfälle sind müde Füße und überlastete Gelenke. Nicht selten resultiert daraus unkonzentriertes Arbeiten. Zur Vorbeugung lohnt es sich, auf gut gedämpfte Schuhe zurückzugreifen und den Bewegungsapparat so zu entlasten. Elten setzt für seine Sicherheitsschuhe auf das Material »Infinergy« von BASF: Der Partikelschaum sei das weltweit erste expandierte thermoplastische Polyurethan (e-TPU)und könne mehr als die Hälfte der beim Gehen aufgewandten Energie an den Träger zurückgeben. So werden die Gelenke geschont. Auch die Ermüdung der Füße kann durch dieses Material verlangsamt werden.

Eine Photovoltaikanlage  mit 970 kW peak versorgt  den Alt- und Neubau der  Elten-Logistik mit Strom.

Auch auf der Baustelle in Uedem kam »Infinergy« zum Einsatz, das zum Beispiel in die Modelle »Francesco« und »Senex« integriert ist. »Ich habe selber während der gesamten Bauphase den Senex getragen«, so van Well. »Im Bauverlauf war ich täglich acht bis zehn

Stunden auf den Beinen, der Schrittzähler war immer fünfstellig, der Schuh aber die ganze Zeit bequem.« Ein weiteres, neues Elten-Modell mit »Infinergy« ist der »Terence XXG Pro Boa black mid ESD S3 HI«. Dieser Sicherheitsstiefel verfügt zudem über den zeitsparenden Drehverschluss »Boa Fit«.


Umknickschutz durch »Biomex«-Manschette

Das Uedemer Familienunternehmen legt seit vielen Jahren nicht nur Wert auf die obligatorischen Schutzfunktionen seiner Sicherheitsschuhe, sondern auch auf Bequemlichkeit, modisches Aussehen. Auch das Verhindern von SRS-Unfällen, zu denen auch das Umknicken zählt, steht bei der Entwicklung im Fokus. Hier kommt die »Biomex«-Manschette ins Spiel, über die unter anderem das genannte Modell »Renzo« verfügt. Grundsätzlich ist es so, dass sich die Kniegelenke und Unterschenkel beim Gehen nicht geradeaus, sondern zur Körpermitte hin nach innen bewegen. Wird das Knie gebeugt, arbeitet der Unterschenkel normalerweise gegen den Schuhschaft. Dadurch entsteht ein Stabilitätsverlust und Umknickunfälle sind die Folge. Der in der Schweiz lebende deutsche Orthopäde Dr. Georg Ahlbäumer hat dieses Problem erkannt und mit der »Biomex«-Manschette ein Hilfsmittel entwickelt, das dem Schaft dauerhaft Stabilität gibt und sich schützend vor den Außenbandapparat legt. Das könne Umknickunfälle nachweislich reduzieren.

Auch ein großer Kunde der Firma Elten aus der Industrie hat sich intensiv mit dem Thema SRS-Unfälle beschäftigt und für alle Mitarbeiter Sicherheitsschuhe mit »Biomex Protection« eingeführt. In der Folge sei die Zahl der Umknickunfälle um 72 Prozent zurückgegangen. Das Unternehmen habe damit auch bares Geld gespart: Der Ausfall eines Mitarbeiters kostet ein Unternehmen zwischen 300 und 450 Euro pro Tag.

Erfolgreicher Abschluss der Baumaßnahmen

Das Uhrwerk auf der Elten-Großbaustelle habe jedoch auch über die Persönliche Schutzausrüstung hinaus gut funktioniert. Van Well resümiert: »Am Ende haben wir die geplanten Ziele im gesteckten Zeitraum erreicht.« So habe das Lager mit einer Gesamthöhe von 22 m pünktlich Ende März seinen Betrieb aufgenommen. Die Stromversorgung übernimmt größtenteils eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 970 kW peak, die auf dem Dach des Alt- und Neubaus der Logistik installiert ist.

 

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