BIG Arbeitsschutz GmbH »Stillstand ist Rückschritt«

Pressemitteilung | Lesedauer: min | Bildquelle: BIG Arbeitsschutz
Von: Jessy von Berg

Bereits seit 40 Jahren ist BIG Arbeitsschutz am Markt vertreten und hat sich seitdem zu einem der führenden Anbieter von Persönlicher Schutzausrüstung (PSA) entwickelt. Mit den Eigenmarken »Texxor«, »Runnex« und »4Protect« bietet das Unternehmen ein umfassendes Portfolio an Sicherheitsschuhen und Workwear, um die Sicherheit der Beschäftigten in der Baubranche und anderen Branchen zu gewährleisten. Im Fokus steht dabei vor allem die Zufriedenheit der Kunden: Zuverlässigkeit und eine langfristige sowie faire Partnerschaft gehören für BIG zur Unternehmensphilosophie. Im Interview mit der bauSICHERHEIT-Redaktion sprach Malte Kuhring, Geschäftsführer, unter anderem über die Partnerschaft mit Evonik und Safety Products Global, die Besonderheiten der »4Protect«-Produkte sowie über die »BIG Green Steps«, die BIGs Vision einer nachhaltigeren Zukunft repräsentieren.

bauSICHERHEIT: 2012 erweiterte BIG Arbeitsschutz das Portfolio um die Eigenmarke »4Protect«. Können Sie unseren Lesern kurz erläutern, was die Produkte der Linie auszeichnet? Über welche Eigenschaften verfügen sie beispielsweise und was grenzt sie von ähnlichen Produkten anderer Hersteller ab?

Malte Kuhring: »4Protect« zeichnet sich vor allem durch ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis aus. Wir achten genau auf einen hohen Qualitätsstandard und nutzen von der Faser bis zum Reißverschluss Markenkomponenten. Hinzu kommt ein modernes und zeitgemäßes Design mit idealer Passform.  Wir leben das Motto »Stillstand ist Rückschritt«. Daher sind wir immer in der Revision unserer Produkte und Materialien. Gibt es etwas Neues, werden bei uns im Haus unsere Designer und Bekleidungstechniker aktiv und suchen nach der besten Möglichkeit, um die Neuerungen sinnhaft in unsere Produkte von »4Protect« zu integrieren. Zum Beispiel sind wir so auch sehr früh auf das Material »Tencel« aufmerksam geworden, welches wir aus Österreich beziehen. Dieses vereint alle Eigenschaften, die wir für unsere UV-Shirts brauchen: Es ist leicht, atmungsaktiv und aktiv an der ­Temperaturregelung beteiligt. »4Protect« soll für unsere Kunden stets eine verlässliche Quelle für moderne und technisch ausgereifte Arbeitsschutzbekleidung sein.

bauSICHERHEIT: Mit »Runnex« bietet BIG Arbeitsschutz eine breite Palette an Sicherheitsschuhen, für die das Dämpfungsmaterial »activeBumper« von Evonik zum Einsatz kommt. Wie kam die Kooperation der beiden Unternehmen zustande?

Malte Kuhring: Das ist wirklich eine tolle Geschichte, auf die wir gern immer wieder zurückblicken. »Runnex« ist eine Marke, die stetig weiterwächst und mit der wir in vielen verschiedenen Branchen vertreten sind. Die Schuhe werden in Deutschland entwickelt und von unserer In-House-Schuhtechnik auf das Level gehoben, welches unsere Kunden so schätzen. Auch bei »Runnex« legen wir Wert auf ein bestmögliches Preis-Leistungs-Verhältnis und setzen hier ebenfalls hochwertige Materialien ein. Das gilt selbstverständlich auch für das Thema Dämpfung.
Unser Schuhtechniker und gleichzeitig einer der Erfinder der Marke »Runnex«, Lothar Merk, ist passionierter Läufer und immer an den neuesten Trends interessiert. In einer Zeitschrift für Läufer entdeckte er schließlich einen Artikel über ein neues Dämpfungsmaterial namens »Vestamid Peba«. Die Angaben zum verwendeten Schaum klangen vielversprechend, sodass Herr Merk per E-Mail den Kontakt zum Konzern-Giganten Evonik suchte.
Mittlerweile sind viele »Runnex« -Modelle mit dem innovativen »activeBumper« mit »Vestamid«-Schaum ab Lager erhältlich. Weitere Modelle sind bereits in Planung. Wir sind sehr dankbar für die Partnerschaft mit einem Unternehmen wie Evonik.

bauSICHERHEIT: Was macht »activeBumper« Ihrer Meinung nach so besonders? Welche Vorteile bringt das Dämpfungsmaterial für den Träger der »Runnex«-Schuhe?

Malte Kuhring: Hier kommt es vor allem auf den sogenannten Rebound-Effekt an, also wie schnell sich das Material erholt, nachdem es voll gedämpft hat. Dieser wird in Prozent gemessen. Die bisher verwendeten Schäume, die auch unsere Mitbewerber verwenden, kommen hier auf etwa 50 Prozent Rebound. Das ist ein wirklich starkes Argument für das Material. Der Rebound-Effekt bei unserem »Vestamid Peba« von Evonik kommt jedoch auf 73 Prozent Rebound. Dazu ist das Material wirklich sehr leicht. Das stellt einen echten Gewinn für die Träger der Schuhe dar.
 

Mit den Marken Klever und Pacific Handy Cutter vertreibt BIG Arbeitsschutz seit einiger Zeit die Sicherheitsmesser des US-amerikanischen Messer-Experten SPG.

bauSICHERHEIT: Mit den Marken Klever und Pacific Handy Cutter vertreibt BIG Arbeitsschutz seit einiger Zeit die Sicherheitsmesser des US-amerikanischen Messer-Experten Safety Products Global (SPG). Wie wurde das Angebot bisher angenommen und was schätzen Kunden an diesen Produkten?

Malte Kuhring: Sicheres »Schneiden« gewinnt für viele Unternehmen in Deutschland an Bedeutung, da es weiterhin sehr viele Schneid-Unfälle gibt. Hinzu kommt, dass Produkte beim Schneiden beschädigt werden können. Grundsätzlich lässt sich sagen: Wer erstmal sicher schneidet, schützt sich vor Verletzungen und vermeidet, dass Produkte beim Schneidvorgang beschädigt werden. Das macht schon allein aus wirtschaftlicher Hinsicht Sinn, indem sowohl die Ausfallzeiten von Mitarbeitern als auch unnötiger Ausschuss reduziert werden. Der klassische Cutter kann in vielen Fällen gegen ein sicheres Produkt ausgetauscht werden. Hier stehen unsere Experten vor Ort gerne bereit, um die ideale Lösung zu finden. Hervorzuheben ist, dass nur das passende Messer zu einer Akzeptanz bei den Mitarbeitern führt und deshalb eine gute Beratung erforderlich ist.
Unter dem Hashtag »MesserWisser« sind wir aktuell in ganz Deutschland unterwegs und geben Schulungen zum richtigen Umgang mit Schnittwerkzeug. Die Nachfrage ist groß. Zusammengefasst kann man sagen: Es läuft sehr gut an und wir konnten schon interessante Großprojekte für uns gewinnen. Wir freuen uns, dass wir SPG und das innovative Sortiment an unserer Seite haben.

bauSICHERHEIT: Die vergangenen Jahre waren und sind geprägt von zahlreichen Krisen: Angefangen bei der Covid-19-Pandemie über den Ausbruch des Krieges in der Ukraine bis hin zu den gestiegenen ­Energie- und Materialkosten wurden Unternehmen kontinuierlich mit neuen Herausforderungen konfrontiert. Sind die Auswirkungen dieser Krisen für BIG Arbeitsschutz auch aktuell noch spürbar? Oder hat sich die Lage für das Unternehmen wieder beruhigt?

Malte Kuhring: Wir sind mittlerweile im 40. Jahr, haben uns als Unternehmen ständig weiterentwickelt und auch schwierige Zeiten immer als Chance gesehen. Das wurde auch während der Pandemie-Zeit so gehandhabt, die wir nutzten, um sowohl intern als auch extern unsere Hausaufgaben zu machen. Trotz Krisen konnten wir viel investieren und expandieren. Beispielsweise wurde unsere Verkaufsmannschaft verstärkt und viel Zeit sowie Geld in unsere Strukturen gesteckt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen und wir sind sehr motiviert, diesen Weg weiter zu beschreiten. Neben dem Ausbau der Vertriebsstruktur erweitern wir außerdem stetig unser Portfolio. Hier werden wir im Herbst auf der Messe A+A in Düsseldorf viele weitere Neuheiten präsentieren und laden bereits heute jeden herzlich ein, uns an unserem Messestand zu besuchen.

bauSICHERHEIT: Die Ressourcen und die Umwelt zu schonen wird auch in der Baubranche immer wichtiger. Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit für BIG Arbeitsschutz? Gibt es zum Beispiel besondere Textilien oder Produktionsprozesse, die dazu beitragen, den ökologischen Fußabdruck des Unternehmens zu verbessern? Und was ist in diesem Zusammenhang für die Zukunft eventuell noch geplant?

Malte Kuhring: Wir gehen stetig und konzentriert unsere »BIG Green Steps«. Die »BIG Green Steps« stehen für unsere Vision einer gesünderen und nachhaltigeren Zukunft. Wir können diese Branche und die Wirtschaft nicht an einem Tag grün machen, das ist uns klar. Wir sehen es daher als unsere Aufgabe an, Nachhaltigkeit in unsere DNA zu integrieren und das Schritt für Schritt. Dabei wollen wir realistische und umsetzbare Ansätze finden.
Zum Beispiel forcieren wir schon seit vielen Jahren die Reduzierung von Verpackungsmüll und versuchen, sofern möglich, die Verpackungen aus recycelten Materialien zu besorgen. Aber auch bei deren Auswahl finden wir nachhaltige Ansätze. Hier sind z.B. unsere »Tencel«-Shirts von »4Protect« zu nennen, bei denen recycelte Plastikflaschen für die Herstellung verwendet werden. Darüber hinaus versenden wir unsere Pakete ausschließlich CO2-neutral und verzichten generell immer mehr auf Print bei Katalogen sowie anderen Werbematerialien.
Unsere Philosophie ist hier, dass die Brechstange nicht das richtige Werkzeug ist. Wir müssen weiter gezielt unsere Prozesse prüfen und Schritt für Schritt jeden Teil unserer Produktionsketten betrachten, hinterfragen und nachhaltig gestalten. Hier sind wir bereits in der erfolgreichen Umsetzung und werden immer weitere Wege finden, um nachhaltige Potenziale im Arbeitsschutz zu etablieren. Das ist unsere Verantwortung und der kommen wir gerne nach.jvb

 

Firmeninfo

BIG Arbeitsschutz GmbH

Königsberger Str. 6
21244 Buchholz

Telefon: +49 (0) 4181 / 9095-0

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