Alfred Kärcher GmbH & Co. KG Sauger für potenziell explosive Feinstäube

Pressemitteilung | Lesedauer: min | Bildquelle: Alfred Kärcher

Mit dem neuen Industriesauger IVM 60/24-2 M ACD WS hat Kärcher eine der ersten Lösungen auf den Markt gebracht, die potenziell explosive Feinstäube sicher aufnimmt und die 2021 aktualisierte IEC-Norm erfüllt. Gleichzeitig hat der Hersteller insgesamt zwölf neue Lösungen aus dem Bereich der Kaltwasser-Hochdruckreiniger überarbeitet.

Um eine Selbstentzündung durch chemische Reaktionen zu verhindern, ist im Sauger ein Nass-Vorabscheidersystem verbaut. Ist dessen Funktion nicht einwandfrei gegeben, wird die Saugkraft abgeschaltet. Anwender in der Additiven Fertigung oder in der Metallfeinbearbeitung verfügen mit dem »IVM 60/24-2 M ACD WS« über ein kompaktes Gerät, das durch hohe Aufnahmeleistung und einfache Handhabung punktet.

Ob Honen, Polieren und Schleifen oder Metallbauteile additiv fertigen: In beiden Fällen sind feinste Stäube aus Aluminium, Titan oder Magnesium anzutreffen, beim industriellen 3D-Druck Metallpulver aus kugelförmigen Partikeln von 15 µm bis zu 150 µm. Sie können auf Böden für Rutschgefahr sorgen und in der Raumluft aufgewirbelt werden, was mit Blick auf die Arbeitssicherheit zu vermeiden ist.

Nass-Vorabscheider

Um die feinen Partikel aus dem Arbeitsumfeld zu entfernen und die Gefahr einer Explosion zu verhindern, muss eine Inertisierung erfolgen. Bei dem Verfahren zum Explosionsschutz wird durch Zugabe von Wasser oder Öl das Risiko einer chemischen Reaktion verhindert. Der neue Industriesauger »IVM 60/24-2 M ACD WS« von Kärcher zielt genau auf diese Anwendung ab.

In der Baubranche kommen die Hochdruckreiniger häufig zum Einsatz, um tonnenschwere Baumaschinen nach getaner Arbeit wieder einsatzfähig zu machen und die Wartung zu erleichtern.

In dem kompakten Gerät ist ein Nass-Vorabscheidersystem verbaut, das alle eingesaugten Partikel durch ein sogenanntes Inertflüssigkeits-Bad führt und vollständig benetzt. Bei Aluminium- und Magnesiumstäuben wird Öl empfohlen, bei Titan Wasser. Der Füllstand der Inertflüssigkeit kann per Schauglas jederzeit komfortabel überprüft werden. Sollte das Flüssigkeitslevel zu weit absinken, wird die Saugkraft des Geräts mechanisch unterbrochen. Dadurch lassen sich Anwendungsfehler vermeiden, und die Sicherheit wird erhöht.

Norm erfüllt

Um Gasansammlungen zu verhindern, können über das Entlüftungsventil kleine, ungefährliche Mengen kontinuierlich abgelassen werden. Mit seinem Nass-Vorabscheidersystem erfüllt der »IVM 60/24-1 M ACD WS« als eines der ersten Geräte am Markt die im August 2021 aktualisierte Norm IEC 60335-2-69 zur sicheren Aufnahme feinster Metall- und Kunststoffstäube.

Zudem überzeugt der neue Industriesauger von Kärcher mit zwei Hochleistungsturbinen durch eine hohe Saugleistung und ein durchgängig anwenderfreundliches Konzept. Der große Sternfilter der Staubklasse M lässt sich einfach via manueller Filterabrüttelung reinigen. Durch ein hohes Fassungsvermögen von 60 l ermöglicht der Sammelbehälter langes, unterbrechungsfreies Arbeiten. Feststoffe werden in einem eingebauten Siebkorb gesammelt, der mit einem leicht zu entnehmenden Filtervlies ausgestattet ist. Somit ist auch die Behälterentleerung schnell erledigt, und dank der Filtration kann man die Inertflüssigkeit mehrmals verwenden. Soll sie abgelassen werden, so ist dies einfach per Kugelhahn möglich.


Sortiment überarbeitet

Mit insgesamt zwölf neuen Produkten hat Kärcher außerdem sein Sortiment an Kaltwasser-Hochdruckreinigern überarbeitet. Mit dem »HD 9/20-4 S«, »HD 10/21-4 S«, »HD 10/25-4 S« und dem »HD 13/18-4 S« gibt es vier verschiedene Produktklassen, die in jeweils drei unterschiedlichen Ausstattungsvarianten erhältlich sind. Die neuen, kraftvollen Geräte für professionelle Anwender sind besonders ergonomisch. Dank Rotordüsen mit Vibrasoft-Funktion werden bei den Modellvarianten »Plus« Vibrationen um bis zu 30 Prozent reduziert, was besonders lange Arbeitseinsätze komfortabler macht.

Je nach Variante bringen die neuen Modelle eine Durchflussmenge von 900 l bis 1 300 l pro Stunde sowie einen Arbeitsdruck von 250 bar mit sich und eignen sich damit für das Entfernen starker Verschmutzungen, unter anderem im landwirtschaftlichen Bereich oder in der Baubranche. Robuste Pumpen mit keramikbeschichteten Kolben und Zylinderköpfen aus Messing sowie luft-/wassergekühlte Motoren sorgen auch bei starker Beanspruchung für eine lange Lebensdauer der Geräte.  

Ermüdungsfrei arbeiten

Mithilfe der »Easy!Force«-Hochdruckpistole, welche die Rückstoßkraft des Hochdruckstrahls nutzt und damit die Haltekraft für Anwender auf null reduziert, kann lange und ermüdungsfrei gearbeitet werden. Durch die Ausstattung mit »Servo-Control« können Anwender die Wassermengen- und Druckregulierung komfortabel an der Pistole vornehmen. Rotordüsen mit »Vibrasoft«-Funktion sorgen zudem dafür, dass Vibrationen reduziert und die Hände richtig durchblutet werden – das erleichtert Anwendern vor allem lange Arbeitseinsätze. Die »SXA«-Varianten verfügen außerdem über eine automatische Schlauchtrommel, die das Auf- und Abwickeln des Schlauches auch unter Druck erleichtert.

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