Baustellen-Sicherheit Aktuelles

SpanSet: Sturzhöhen mit dem Smartphone berechnen

Als Anbieter von Persönlichen Schutzausrüstungen gegen Absturz hat SpanSet eine Sturzhöhenrechner-App entwickelt. Sie soll dabei dem Arbeiter ebenso nützlich sein wie dessem Chef: Der eine prüft zur eigenen Sicherheit, ob die Vorkehrungen ausreichen, und der andere dokumentiert seine Gefährdungsbeurteilung. Das kostenlose Angebot gilt ausschließlich für die SpanSet-Verbindungsmittel »SP140« und »DSL2«.

Jeder, der auf dem Gerüst, im Hochregal oder an einer anderen exponierten Stelle arbeitet, muss sicherstellen, dass die Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz (PSAgA) so ausgewählt und befestigt ist, dass sie den Anwender im Falle eines Falles sicher auffängt. Um die Sturzhöhe zu ermitteln, also die benötigte Strecke unterhalb des Anschlagpunktes, muss man eine Reihe von Parametern in Relation setzen: Lage des Anschlagpunktes, Länge des Verbindungsmittels, Gewicht des Anwenders, Länge des freien Falls und schließlich das Aufreißen des Falldämpfers. Die Addition schafft man zwar ohne Matheabitur, aber trotzdem bleibt es kein leichtes Unterfangen zwischen rotierendem Betonmischer und kreischender Flex auf der Baustelle.

Die Anwender der SpanSet-Verbindungsmittel »SP140« und »DSL2« erhalten nun eine smarte Hilfe an die Hand. Für alle Varianten hat das Unternehmen aus Übach-Palenberg eine App zur Berechnung der Sturzhöhe ins Netz gestellt.


Reicht die Sturzhöhe für das Auffangen?

Und die funktioniert eigenen Angaben zufolge ganz einfach. Die App gibt für verschiedenste Anwendungsszenarien darüber Auskunft, ob die Sturzhöhe ausreicht. Dazu klickt man das verwendete Verbindungsmittel an, definiert mit wenigen Fingertipps die Arbeitssituation und lässt die Applikation ausrechnen, ob bei einem Absturz die Person sicher aufgefangen wird. Das Programm verwendet einen Datensatz, den SpanSet in aufwändigen Versuchsreihen erhoben und verifiziert hat. Der Monteur oder Arbeiter kann die Berechnung ganz einfach mit dem Smartphone vornehmen und weiß dann, wie wirkungsvoll seine Schutzausrüstung ist.

Allein schon diese Auskunft auf dem Display kann Leben retten. »Nichts ist schlimmer, als wenn jemand die PSAgA gar nicht erst anlegt, weil er fälschlicherweise annimmt, dass ihn Verbindungsmittel und Falldämpfer ohnehin nicht vor einem Aufprall schützen«, warnt Jörg Scheilen, Bereichsleiter Höhensicherungstechnik bei SpanSet.

Fahrlässigkeit kann gefährlich werden

Damit spricht der Anwendungstechniker einen wunden Punkt in jedem Höhensicherungskonzept an: die fehlende Bereitschaft der Mitarbeiter, aktiv mitzumachen. Scheilen beobachtet in der Praxis immer wieder gefährliche Fahrlässigkeit. Die neue App verrät in wenigen Sekunden, wie gut die PSAgA für Sicherheit sorgt. Das motiviert, die ungeliebte Ausrüstung tatsächlich anzulegen.

Dokumentation per E-Mail erledigen

Auch für Vorarbeiter, Bauleiter und andere Verantwortliche stellt die Sturzhöhenrechner-App eine wertvolle und mitunter arbeitsrechtlich relevante Unterstützung dar. Sie können das Ergebnis ihrer Gefährdungsbeurteilung dem einzelnen Arbeiter buchstäblich unter die Nase halten und die konkrete Situation entweder freigeben oder Veränderungen fordern, etwa die Auswahl eines anderen Anschlagpunktes. Ergänzend bietet die SpanSet-App eine nicht zu unterschätzende Dokumentationsfunktion.   J

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