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PGP: Hautschutzlösungen rechtzeitig und richtig anwenden

Eines hat Peter Greven Physioderm (PGP) auf der A+A klar hervorgehoben: UV-Schutz ist auf Baustellen kein reines Sommerproblem. Zwar nehme man die Sonne im Herbst und Frühling bedeutend schwächer wahr, was die UV-A- und UV-B-Strahlen aber nicht davon abhalte, bereits dann stark auf die Haut einzuwirken. Gleichzeitig hat der Hautschutzspezialist die Düsseldorfer Messe genutzt, um das Fachpublikum auf die richtige Anwendung von Hautschutzlösungen hinzuweisen. Die bauSICHERHEIT war ebenfalls vor Ort und hat erfahren, was viele Anwender dabei häufig falsch machen.

Von Dan Windhorst

Seit der weiße Hautkrebs im Jahr 2015 in die Liste der Berufskrankheiten aufgenommen wurde, explodieren die Fallzahlen geradezu. Im aktuellen Berichtsjahr 2018 gab es 7 467 Verdachtsfälle bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV); 4 255 Fälle wurden als Berufskrankheit anerkannt. In beiden Statistiken belegen der weiße Hautkrebs und seine Vorstufen damit unrühmliche Spitzenpositionen.

Auf Risiken und Schutz aufmerksam machen

Nicht zuletzt deshalb nahm das Thema Hautschutz auf der A+A erneut viel Raum ein, um einerseits auf die Gefahren, andererseits aber auch auf sinnvolle Gegenmaßnahmen hinzuweisen. Einen großen und wichtigen Beitrag hierzu hat zum Beispiel Peter Greven Physioderm (PGP) geleistet. Die Standbesucher durften sich beispielsweise einem interessanten Test unterziehen, um herauszufinden, ob sie sich bei der Verwendung von UV-Schutzmitteln auch tatsächlich richtig verhalten. Dazu konnten sich die Standbesucher auf einen Stuhl setzen und sich von einer Spezialkamera filmen lassen. Auf einem Bildschirm war dann sofort zu erkennen, welche Bereiche des Gesichts tatsächlich ausreichend geschützt sind und wo die UV-Strahlen dennoch hingelangen. Hintergrund ist laut PGP der, dass die Nutzung von Schutzmitteln zwar zunehme, die Dosierung aber häufig die falsche sei. Demnach sei die aufgetragene Menge in vielen Fällen zu gering oder würde nicht den gesamten Hautbereich abdecken.

Der Euskirchener Hautschutzspezialist führt nach eigenen Angaben das aktuell umfangreichste UV-Schutzprogramm der Branche. Zudem beraten die Experten ihre Kunden und liefern Strategien, wie Unternehmen Mitarbeiter motivieren und Hemmschwellen abbauen können. Knapp 260 000 Menschen erkranken laut der Deutschen Krebshilfe jährlich neu an weißem Hautkrebs und seinen Vorstufen. Besonders gefährdet sind Berufstätige, die vorwiegend im Freien arbeiten, wie beispielsweise Bauarbeiter und Dachdecker sowie Industriekletterer und Anlagenmechaniker. Sie alle gehören laut PGP zu den bundesweit rund 2,7 Millionen sogenannten Outdoor-Workern und haben ein erhöhtes Risiko, an weißem Hautkrebs zu erkranken. Denn wenn die ultravioletten (UV)-Strahlen der Sonne zu lange und zu intensiv auf die Haut einwirken, kann das Erbgut der Hautzellen beschädigt werden und Krebszellen entstehen.


Professioneller Schutz für Outdoor-Worker

So ist es beispielsweise wichtig, dass die Hautschutzmittel nicht nur vor den UV-B-Strahlen schützen, sondern auch vor den UV-A-Strahlen. UV-B-Strahlen sind kurzwellig, energiereich und dringen weniger tief in die Haut ein als UV-A-Strahlen. Die UV-A-Strahlen sind langwellig und haben weniger Energie, sie dringen aber tiefer in die Haut ein. »Bislang kennen wir immer noch nicht alle Details über die Rollen von UV-B und UV-A bei der Entstehung von Hautkrebs. Daher ist es am vernünftigsten, gegen beide Strahlen gleichmäßig zu schützen«, sagt Uli Osterwalder, der als einer der renommiertesten UV-Schutz-Experten weltweit gilt. Osterwalder empfiehlt daher, sich nicht mit einem minimalen UV-A-Schutz zufriedenzugeben.

Individueller Schutz für bestimmte Berufsgruppen

Berufstätige sollten zudem darauf achten, Sonnenschutzpräparate zu verwenden, die einen Lichtschutzfaktor von mindestens 30 haben. Die Hautschutz-Experten von PGP bieten hier mit der parfümfreien Sonnenschutzcreme »Physio UV 30 Sun« eine passende Lösung. Die Creme ist laut Hersteller extra wasserfest und muss somit nicht gleich wieder neu aufgetragen werden, wenn der Anwender schwitzt. Für Berufstätige wie etwa Dachdecker, die der Sonnenstrahlung noch stärker ausgesetzt sind, eignet sich das wasserfeste und parfümfreie »Physio UV 50 Spray«. Zusätzlich hat PGP für verschiedene Berufsgruppen Spezialprodukte entwickelt. So ist zum Beispiel das extra wasserfeste »Physio UV 50 Plus« erhältlich, das beispielsweise Schweißer beim Elektroschweißen nachgewiesen vor künstlicher UV-Strahlung schützt. Der im Bereich der Oberflächenbearbeitung dringend erforderliche Nachweis zur Lackverträglichkeit liegt für das Produkt vor. Wie auch das »Physio UV 50 Spray«, ist diese Creme außerdem parfümfrei und deshalb sehr hautverträglich.

Auch die richtige Beratung ist entscheidend

Profianbieter liefern aber nicht nur UV-Schutz-Produkte, sie schauen sich auch die Arbeitsplätze an und helfen bei der Gefährdungsbeurteilung. So können sie die Produkte empfehlen, die für den jeweiligen Arbeitsplatz geeignet sind. Service und Beratung sind beim UV-Schutz extrem wichtig. Das hat zuletzt eine Studie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) gezeigt. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass rund 60 Prozent der Gefährdeten keine regelmäßige Unterweisung in geeignete Schutzmaßnahmen erhalten. Das ist fatal. Denn eines der größten Probleme beim Sonnenschutz und beim Hautschutz insgesamt ist, dass die Mitarbeiter die Produkte nicht oder falsch anwenden. Wenn Beschäftigte beim Eincremen nicht die ausreichende Menge verwenden, sich nicht richtig eincremen oder nicht regelmäßig nachcremen, dann hilft auch der höchste Lichtschutzfaktor nichts. Profianbieter wie PGP helfen daher mit Unterweisungen und Hilfsmitteln wie Postern, Infokarten oder Tutorial-Videos und sensibilisieren so die Mitarbeiter.

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