Messe Düsseldorf GmbH »Der Mensch zählt«: Das war die A+A 2025

Lesedauer: min | Bildquelle: Messe Düsseldorf
Von: Jessy von Berg

Mit dem hehren Ziel, neue Impulse für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz zu setzen, bot die A+A auch in diesem Jahr eine wichtige Plattform für zahlreiche Produktneuheiten, spannende Innovationen und neue Denkansätze. An insgesamt vier Messetagen lieferten sowohl die Fachmesse als auch der angeschlossene Kongress Einblicke in alle Aspekte einer ganzheitlichen Präventionskultur: Unter dem Leitmotiv »Der Mensch zählt« standen neben betrieblichem Gesundheitsmanagement auch der persönliche Schutz sowie betriebliches Sicherheitsmanagement im Fokus. Zentrale Themen waren außerdem erneut die Megatrends Digitalisierung und Nachhaltigkeit.

Auch in diesem Jahr hat sich die A+A in Düsseldorf als wichtiger Branchentreff und umfassende Innovationsplattform erwiesen: Insgesamt verzeichnete die Messe 2 340 ausstellende Unternehmen aus 70 Ländern, die in 13 Messehallen die gesamte Bandbreite an Produkten, Technologien und Innovationen für eine sichere, gesunde und nachhaltige Arbeitswelt präsentierten. Rund 67 000 Fachbesucher aus 150 Nationen nutzten die Gelegenheit, um sich über die Trends und die Zukunftsthemen der Branche zu informieren. Die Messe Düsseldorf zieht als Veranstalter erneut eine durchweg positive Bilanz und erklärt, die A+A habe insbesondere durch ihre positive Besucherentwicklung ihre Bedeutung als Weltleitmesse unterstreichen können. Überzeugt habe die A+A in diesem Jahr zudem durch ihre hohe Internationalität sowie durch eine spürbare Dynamik in allen Messehallen. Das sei insbesondere auf die »erstklassige Besucherqualität« zurückzuführen: Etwa 81 Prozent der Befragten gehörten zu den Entscheidungsträgern aus Industrie, Handwerk, Verwaltung und Dienstleistung und nutzten die Messe, um sich zu vernetzen, Investitionen anzustoßen und neue Geschäftskontakte zu knüpfen. Und rund 97 Prozent aller Besucher bestätigten, dass ihre Erwartungen an die Messe voll erfüllt oder sogar übertroffen wurden. Zu den Themen, die besonders viel Aufmerksamkeit erregten, zählen Ergonomie, künstliche Intelligenz (KI) und New Work.

»Die A+A hat ihre Rolle als globaler Treffpunkt für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit und als wichtiger Wirtschaftsmotor für die Branche erneut eindrucksvoll bestätigt«, resümiert Marius Berlemann, Geschäftsführer der Messe Düsseldorf. »Hier werden Investitionen getätigt, Partnerschaften geschlossen und Innovationen erlebbar, die weltweit Standards setzen. Die A+A 2025 hat gezeigt, welche gestalterische Kraft in dieser Branche steckt – und wie eng nachhaltiger Erfolg mit sicherem und gesundem Arbeiten verbunden ist.«

Ebenfalls zufrieden mit der Messe zeigt sich Stephan Brück, CEO der Uvex Safety Group und Vorsitzender des Ausstellerbeirats der A+A: »Von Düsseldorf aus entfaltet die A+A eine enorme Strahlkraft. Sie verbindet Menschen, Märkte und Innovationen – in Europa und weltweit. Als weltweit führende Business-Plattform setzt sie entscheidende Impulse für sichere und gesunde Arbeit«, so sein Fazit.

Innovationen für die Arbeitswelt von morgen

Mit den Kernthemen Digitalisierung und Nachhaltigkeit rückte die Messe zwei bedeutende Themen in den Mittelpunkt, die es nicht zuletzt auch im Arbeits- und Gesundheitsschutz zu berücksichtigen gilt. So bot die A+A im Bereich der Persönlichen Schutzausrüstung (PSA) beispielsweise eine Plattform, um die neuesten Trends wie den Einsatz nachhaltiger Materialien in der Herstellung abzubilden. Auch digitale Assistenzsysteme für sicheres Arbeiten und Aspekte wie Ergonomie spielten in den Messehallen eine tragende Rolle: So zeigte der »Exo Park« neben Exoskeletten auch digitale Ergonomie-Lösungen mit realitätsnahen Anwendungsszenarien und machte so Zukunftstechnologien direkt greifbar. Ein besonderer Impuls im Bereich Digitalisierung ging dabei erneut von der internationalen Start-up-Zone sowie dem Start-up-Bereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) aus, in denen junge Unternehmen mit Kreativität und Innovationskraft zu überzeugen wussten: Vorgestellt wurden u. a. sensorgestützte Schutzsysteme, KI-Analysen sowie nachhaltige Lösungen für mehr Sicherheit und Effizienz.

Aber auch Hersteller in den Bereichen Workwear und PSA demonstrierten, dass die Branche nah am Puls der Zeit geblieben ist: Moderne Schutzkleidung vereint Design und Funktionalität mit Nachhaltigkeit und konzentriert sich neben leichten Materialien und smarten Features eben auch auf einen ressourcenschonenden Herstellungsprozess. Auch das steigende Bewusstsein für Komfort und Identität am Arbeitsplatz prägten die vorgestellten Kollektionen.


Ergänzung durch spannendes Rahmenprogramm

Um das Messenagebot abzurunden, bot die A+A auch in diesem Jahr ein vielfältiges Rahmenprogramm, das die Produktvorstellungen der Aussteller begleitete und Fachwissen, Erlebnis und gesellschaftliches Engagement miteinander verband. So fand beispielsweise in Halle 15 erneut die »Corporate Fashion Show« statt, die viermal täglich einen großen Publikumsmagneten darstellte. Auf dem Catwalk präsentierten namhafte Hersteller der PSA-Branche Kollektionen, die nachdrücklich verdeutlichten, dass Design und Schutz einander nicht ausschließen. Das »Trend Forum« wurde unterdessen zum Treffpunkt für Wissenstransfer und Innovation: Fachleute diskutierten über Prävention, mentale Gesundheit, KI und den verantwortungsvollen Einsatz digitaler Technologien. Spannende Live-Vorführungen im Bereich Brandschutz und Notfallmanagement hingegen lieferten praxisnahe Einblicke in moderne Sicherheits- und Rettungstechnologien.

Auch der parallel stattfindende 39. Kongress für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (A+A Kongress), ausgerichtet von der Bundesarbeitsgemeinschaft für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit (Basi), verzeichnete große Erfolge: Rund 3 000 Teilnehmern aus dem In- und Ausland nahmen das Angebot aus rund 100 Veranstaltungen mit 330 Referenten in Anspruch. Neue Formate wie die »Vision Zero«-Bühne in Halle 9 und das A+A-Kino brachten Praxisnähe und hohe Besucherzahlen und ließen den Kongress so näher ans Messegeschehen rücken. Beim Tag der Sicherheitsbeauftragten standen die Zukunft und Bedeutung der über 700 000 Sicherheitsbeauftragten in Deutschland im Fokus. Teilnehmer konnten zudem Zertifizierungspunkte für ihre berufliche Weiterbildung erwerben. Inhaltlich spiegelte der Kongress die aktuellen Herausforderungen und Chancen der Arbeitswelt wider: Digitalisierung und KI im Arbeitsschutz, gesundheitsfördernde Führung, Gewaltprävention am Arbeitsplatz sowie Updates der Arbeitsmedizin gehörten zu den zentralen Themen. Dr. Christian Felten, Geschäftsführer der Basi, zog ein positives Fazit: »Der A+A-Kongress 2025 hat gezeigt: Prävention ist mehr als Theorie – sie ist erlebbar und zukunftsweisend. Der Blick richtet sich nun auf den 40. A+A-Kongress 2027 in Düsseldorf – mit neuen Impulsen und dem Ziel, die Arbeitswelt sicherer und gesünder zu gestalten.«jvb 
 

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