Baustellen-Sicherheit Aktuelles

Hymer: Leiter an Bord? Aber sicher!

Auf nahezu jeder Baustelle gehören Leitern zu den alltäglich eingesetzten Arbeitsmitteln. Bei ihrem Transport gilt es Sicherungsvorkehrungen zu berücksichtigen, um Gefahrensituationen zu vermeiden und ihre Funktionsfähigkeit zu erhalten. Hymer Leichtmetallbau gibt Tipps zum korrekten Transport von Steighilfen.

Leitern müssen besonders gesichert werden, sonst können sie auf der Straße zum tödlichen Geschoss werden. Laut Straßenverkehrsordnung ist der Führer eines Fahrzeugs dafür verantwortlich, dass die Verkehrssicherheit nicht durch falsch oder unzureichend gesicherte Ladung leidet. Die Ladung ist so zu sichern, dass sie bei verkehrsüblichen Fahrsituationen – dazu zählen auch Ausweichmanöver oder Vollbremsungen – weder verrutschen noch herabfallen kann. Der Halter ist verpflichtet, für den Transport ein geeignetes Fahrzeug einzusetzen und dieses entsprechend auszurüsten.

»In ausreichend langen Innenräumen oder mithilfe von Dachgepäcksystemen ist der Transport von Leitern am sichersten«, weiß Volker Jarosch, verantwortlich für das Produktmanagement bei Hymer-Leichtmetallbau. Im Fahrzeuginneren muss die Leiter festgezurrt werden. Beim Transport auf dem Fahrzeugdach muss sie sicher am Dachträger fixiert werden. Dabei ist darauf zu achten, das Langgut so auszurichten, dass der Schwerpunkt in der Mitte liegt. Die vorgegebene Dachlast ist einzuhalten.

Geprüftes Klemmsystem

Eine Lösung für die Befestigung von Leitern auf dem Fahrzeugdach bietet das Leiterhalterset »0055008« von Hymer-Leichtmetallbau. Dank seines Klemmsystems lässt es sich an jedem gängigen Dachträger montieren. Passend für alle Leitertypen ermöglicht das TÜV-GS-geprüfte Set, das aus zwei Leiterhaltern besteht, die Befestigung an den ­Holmen oder den Sprossen der Leiter. Die Klemmhalter sind auch für den Transport von dreiteiligen Leitern geeignet. Sie lassen sich auf eine Leitertiefe zwischen 80 mm und 305 mm verstellen und erlauben eine maximale Beladung bis 40 kg.

Die Trägerelemente des Leiterhaltersets sind aus robusten Kompositmaterialien gefertigt. Die Edelstahl-Ankerhaken weisen laut Hersteller eine hohe Festigkeit und Korrosionsbeständigkeit auf. Um die Leitern gegen Diebstahl schützen zu können, ist das Set mit Schlössern ausgestattet.

Kennzeichen rote Fahne

Muss die Leiter häufig auf- und abgeladen werden, sollte aus ergonomischen Gründen über die Anschaffung eines geprüften Dachgepäckträgers mit Laufrollen oder Ladehilfen, die sich seitlich herunterklappen lassen, nachgedacht werden.


Ragt die Leiter beim Transport im Kofferraum mehr als einen Meter aus dem Fahrzeug heraus, muss sie mit einer mindestens 30 cm x 30 cm großen, roten Fahne gekennzeichnet werden. Hierbei ist zu beachten, dass die Fahrzeugklappe mit Spanngurten befestigt ist und das Fahrzeugkennzeichen lesbar bleibt. Lang ausfahrbare Leitern wie mehrteilige Allzweckleitern müssen vor dem Transport zusammengeschoben werden.

Regelmäßige Wartung

Damit es später keine Schwierigkeiten gibt, sollten Transport und Lagerung bereits beim Leiternkauf mitbedacht werden. Am unkompliziertesten sind ausfahrbare Leitern oder Gelenkleitern zu transportieren: Die Teleskopleitern oder die Vielzweckleitern von Hymer lassen sich kompakt zusammenklappen und einfach verstauen. Auch Schiebe- oder Seilzugleitern sind in eingefahrenem Zustand wesentlich kürzer als Anlegeleitern, bieten jedoch die gleiche Arbeitshöhe.

»Beim Transport einer Leiter muss nicht nur darauf geachtet werden, gefährliche Situationen im Straßenverkehr durch falsch gesicherte Ladung von vornherein auszuschließen. Ebenso wichtig ist es, dass die mitgeführte Steighilfe nicht beschädigt wird. Selbst kleinste Dellen und Deformierungen im Material können die Sicherheit des Arbeits­mittels bei der Nutzung einschränken. Deshalb sollten Leitern nicht nur umsichtig transportiert, ­sondern auch regelmäßig gewartet werden«, betont Volker Jarosch.    m

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