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Atlas: Das Rezept für den perfekten Sicherheitsschuh

Wer Tag für Tag beruflich mehrere Kilometer auf unebenem Untergrund unterwegs ist, hat alle Zweifel längst hinter sich gelassen: Solides Schuhwerk ist am Arbeitsplatz unerlässlich. Einerseits weil ein hoher Tragekomfort das Wohlbefinden steigert, andererseits aufgrund des Sicherheitsaspektes. Im Schnitt ereignen sich pro Tag 100 Beinahe-Unfälle auf dem Bau, die nicht nur persönliche Nachteile für Betroffene mitbringen.

Laut der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin liegen die Kosten für Versicherungsleistungen wegen Stolper-, Rutsch- und Sturzunfällen, kurz SRS, jährlich bei 330 Mio. Euro. Für gesundheitliche Einschränkungen im Fuß- oder Unterschenkelbereich braucht es meist jedoch nicht mal einen Unfall, es reicht die alltägliche Belastung. Denn Arbeitsschuhe werden im Schnitt ganze 14 Stunden getragen. Und das sind 14 Stunden, in denen jeder Schritt einen intensiven Aufprallschock an den Bewegungsapparat weiterleitet. Wird dieser Aufprall nicht ausreichend gedämpft, können die Gelenke Schaden nehmen und es kommt zu Schmerzen oder Fehlstellungen. Entgegenwirken kann dem der richtige Schuh. Worauf es bei der Auswahl der optimalen Sicherheitsschuhe ankommt, erklärt die bauSICHERHEIT-Redaktion mit Europas größtem Sicherheitsschuhhersteller Atlas.

Ganzheitliches Laufsohlenkonzept

Unebene Böden, unbeständige Wetterbedingungen und unterschiedliche Untergrundbeschaffenheiten gehören zu den alltäglichen Risiken, denen ein Bauarbeiter ausgesetzt ist. Fehltritte vermeidet hier ein ganzheitliches Laufsohlenkonzept, welches die Umknick-Gefahr minimiert. Der Sicherheitsschuh-Hersteller Atlas hat dafür mithilfe neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse das Sohlensystem »MPU-Innoflex« entwickelt. Es unterstützt den Träger in jeder Bewegungsphase optimal, weil der Sohlenkomplex permanent über die gleiche, natürliche Kraftverlaufslinie der »Innoflex-Line« gelenkt wird – vom ersten bis zum letzten Bodenkontakt.

Von Flexkerben über «Dynamic-Plates«

Die zahlreichen und reaktionsfreudigen Flexkerben an der Schuhspitze unterstützen das natürliche Abrollverhalten und sorgen durch ihre Anordnung für perfekten Grip und Halt. Gleichzeitig übertragen die im Vorfußbereich angeordneten »Dynamic-Plates« die Vorwärts-energie, dabei spielt die Positionierung eine maßgebliche Rolle. Für die Energieaufnahme, also die Dämpfung, sind wiederum Bereiche wie die »Cloudzone« in der Ferse verantwortlich. So kann ein ermüdungsfreies Laufen über den gesamten Arbeitstag garantiert werden.

Multifunktionales Polyurethan

Neben dem Aufbau des Sohlensystems spielt das Material eine entscheidende Rolle. In seinem Werk in Dortmund stellt Atlas sein hauseigenes Sohlenmaterial her. MPU steht für Multifunktionales Polyurethan und ist deswegen multifunktional, weil der Hersteller die Rezeptur seines Materials in jeder Produktion an die individuellen Anforderungen und Funktionen anpasst, die die Sohle erfüllen muss – für jedes einzelne der über 500 Modelle.


3D-Dämpfung für einen kraftvollen Auftritt

Die Laufsohle ist jedoch nur ein Teil des Trios, das bei Atlas das ideale Sohlenkonzept bilden soll. Neben der Laufsohle ist die Zwischensohle für die weichbettende Dämpfung zuständig. Diese wird aufgrund moderner Technologie im Direktanschäumverfahren mit der Laufsohle verschmolzen, was die Zusammenstellung unterschiedlicher Profile und Härtegrade erlaubt. Als Drittes setzt Atlas auf die Einlegesohle, die durch das anatomisch geformte Fußbett den Druck auf den Fuß optimal verteilt. Dieses neuartige System aus druckentlastender Einlegesohle, dämpfender Zwischensohle und dynamischer Laufsohle nennt sich »3D-Dämpfung« und zielt vor allem auf Prävention durch schonendes, ermüdungsfreies Laufen ab.

An Herausforderungen individuell angepasst

Längst lassen sich nicht alle Berufe auf dem Bau über einen Kamm scheren. Denn jeder Spezialist, ob Architekt oder Baggerführer, begegnet im Arbeitsalltag individuellen Herausforderungen. Der ideale Sicherheitsschuh bietet die passenden Funktionen abgestimmt auf die jeweiligen Tätigkeiten. Für die Baubranche bietet Atlas Lösungen für sämtliche Anforderungen an. Von textilen Modellen, die mittels aktiver Klimaregulierung das Fußklima im Schuhinneren im Gleichgewicht halten, über besonders strapazierfähige Lederschuhe mit wasserbeständigem Obermaterial bis hin zu »XR«-Modellen, deren Sohlentechnologie speziell für unebenes Outdoor-Terrain entwickelt wurde, dadurch besonders trittsicher ist und die höchste Rutschhemmungsklasse SRC mitbringt. Was zählt ist, dass der Schuh passt – nicht nur an den Füßen, sondern auch zu den äußeren Begebenheiten, denen er tagtäglich ausgesetzt ist.

Die Fußgeometrie: Größe, Weite, Fußform

Ist das passende Modell erst einmal gefunden, hat man den schwierigen Part hinter sich. Dann fehlt nur noch die Größenauswahl, was für viele kein Problem darstellt – aber genau das ist scheinbar eine deutliche Fehleinschätzung. Die Deutsche Sporthochschule in Köln hat in einer Feldstudie ermittelt, dass 65 Prozent der Mitarbeiter die Schuhgröße für ihre Sicherheitsschuhe anhand ihrer Freizeitschuhe auswählen. Die Alltagsgrößen lassen sich jedoch nicht einfach auf Sicherheitsschuhe übertragen. Im Freizeitschuhsegment finden sich weder ergonomische Passformen noch Mehrweitensysteme. Das führt dazu, dass 80 Prozent der jugendlichen Berufseinsteiger bei der Wahl ihrer ersten Sicherheitsschuhe eine falsche Größe wählen, was zu Fehlstellungen und Haltungsfehlern führen kann.

Aus diesem Grund stellt Atlas seinen Kunden professionelle Hightech-Scansysteme zur Seite, die binnen weniger Sekunden die Fußgeometrie vermessen – also nicht nur die Fußform ermitteln, sondern auch eine individuelle Größen- und Weitenbestimmung. Die professionelle Atlas-Hightech-Scantechnologie beispielsweise ist eine digitale Druckmessplatte, die binnen weniger Sekunden den dynamischen Fußabdruck erfasst. Wer gerade keine zur Hand hat, kann auf die App »Scan Your Feet« zurückgreifen, die es jedem ermöglicht, die Füße einfach zu Hause zu vermessen: Einfach im App- oder Playstore herunterladen und die eigenen Füße selbstständig vermessen.   J

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