ZARGES GmbH Folgen von Stürzen abmildern

Pressemitteilung | Lesedauer: min | Bildquelle: ZARGES

Unzureichende Schutzkonzepte, Unsicherheiten gegenüber komplexen Sicherheitsvorschriften und wenig Vertrautheit mit den vorhandenen Sicherheitslösungen: Diese Faktoren erhöhen insbesondere bei kleineren Unternehmen und Anwendern auf der Baustelle das Risiko für Unfälle drastisch. Die Statistik zeigt beispielsweise, dass Abstürze von Bauarbeitern in rund 60 Prozent aller Fälle tödlich enden.

Fällt ein Bauarbeiter von einem Gerüst oder einer Leiter, kommt es auf jede Sekunde an: Denn innerhalb von weniger als zehn Minuten nach einem Absturz in einem Auffanggurt kann es beim Anwender zu einer gefährlichen Ansammlung von Blut in den Venen kommen, da die Beingurte die Blutzirkulation abschnüren. Gleichzeitig fällt der arterielle Druck ab, sodass das Gehirn nicht mehr ausreichend Sauerstoff erhält, was einen lebensbedrohlichen Schock zur Folge haben kann. Dies sind die möglichen Auswirkungen des gefürchteten Hängetraumas. Bis die ersten Symptome auftreten, bleibt daher nur eine knappe Zeitspanne für die Rettung.

Hängetrauma – die unterschätzte Gefahr

Ein häufig übersehener Risikofaktor: Meist steht die Vermeidung des Absturzes im Fokus von Sicherheitskonzepten und PSAgA-Produkten. Die bestmögliche Ausstattung des Anwenders zur Unterstützung des richtigen Verhaltens nach dem Absturz ist zur Vermeidung eines Hängetraumas jedoch ausschlaggebend für die Sicherheit und Rettung insbesondere unerfahrener Anwender. Es bleiben nur wenige Minuten nach einem Absturz, um sich in eine sichere Position zu bringen. Daher ist eine intuitive Handhabung der Sicherheitslösung entscheidend.

Doch herkömmliche Möglichkeiten wie die Prusikschlinge, um einem Hängetrauma entgegenzuwirken, benötigen die Kenntnis der erforderlichen Knoten, die korrekte Anbringung am Seil und die Übung auch in Stresssituationen richtig zu handeln – ansonsten steigt das Risiko eines Hängetraumas im Falle eines Absturzes drastisch.


Hinzu kommt: Unternehmen haben mitunter wenig Erfahrung beim Kauf von PSAgA. Unübersichtliche Sortimente machen die bedarfsgerechte Anschaffung zur Herausforderung. Es werden entweder zu viel oder ungeeignete Produkte gekauft. Diese für Anwender und den Einsatzzweck nicht passenden Lösungen behindern die effiziente und bequeme sowie vor allem sichere Ausführung von Arbeiten in der Höhe. In der Folge stellen die Kombination aus mangelnder Erfahrung und komplizierten Produkten ein signifikantes Sicherheitsrisiko auf der Baustelle dar.

 

Sicherheitslücken schließen

Mit der Entwicklung eines neuen Sortiments von Lösungen für persönliche Schutzausrüstung im Bereich Absturzsicherung hat sich Zarges dieser Herausforderung angenommen. Seit rund 90 Jahren ist das Unternehmen Anbieter von Produkten für das sichere Arbeiten in der Höhe, seit 2012 gemeinsam mit der Organisation WernerCo nach eigener Angabe führend im Bereich Absturzsicherung. Nun tritt der Experte mit einem komplett neuen und umfangreichen Sortiment für PSAgA in den deutschen Markt ein.

Mit Zarges »Fall Protection« werden Sicherheitslücken für Unternehmen und Anwender gleichermaßen geschlossen: Das Sortiment besteht aus einer optimalen, strukturierten Auswahl von Absturzsicherungslösungen, die je nach Einsatzzweck und Anwendungsfall individuell miteinander kombiniert werden können. Unternehmen werden so bei der zielgenauen Beschaffung unterstützt. Anwender profitieren von optimal an ihre Bedürfnisse angepassten Gurten und vorkonfigurierten Produktsets mit genau der richtigen Auswahl an benötigten Verbindungsmitteln, Sicherungsgeräten und weiteren Produkten für die einfache und intuitive Anwendung – etwa bei Dach- und Gerüstarbeiten oder auf Arbeitsbühnen.

KURZ UND KNAPP

Der EN-361-konforme Auffanggurt Salvex wurde speziell für eher unerfahrene Anwender auf der Baustelle entwickelt. Er ist dank des zweifarbigen Aufbaus mit blauem Ober- und schwarzem Unterteil leicht und intuitiv anzulegen. Mittels einstellbarer Schultergurte kann der Gurt zudem schnell und bequem an die individuelle Körperform angepasst werden.

Personalisierbare Namensschilder ermöglichen ein schnelles Auffinden und automatische Gurtverschlüsse eine einfache Anwendung des voreingestellten Gurts. Damit ist Salvex die optimale Lösung für die unkomplizierte Absturzsicherung auf Baustellen, ohne die Bewegungsfreiheit des Anwenders einzuschränken. Mit seinem geringen Gewicht, leichten, textilen Ösen und einer dorsalen Aluminium-Auffangöse am Rücken bemerken die Anwender den Sicherungsgurt im Einsatz so wenig wie möglich – das Verbindungsmittel ist nicht von der Brust weg ständig im Sichtfeld, sondern folgt hinten nach durch den Anschlagpunkt am Rücken.

Die Zarges Auffanggurte sind in vorkonfigurierten Produktsets für Gerüstarbeiten, Dacharbeiten und Arbeiten auf Arbeitsbühnen mit ergänzenden Verbindungsmitteln, Sicherungsläufern und vielem mehr erhältlich.

In fünf Sekunden sicher Sitzen

Insbesondere der Schutz von Anwendern auch nach dem Absturz war den Experten bei Zarges ein wichtiges Anliegen. Deshalb warten die Zarges Fallschutzgurte mit der neuen Anti-Hängetrauma-Lösung »Chair in the Air« auf. Dieser ist in allen Gurten fest integriert und so intuitiv anzuwenden, dass auch Unerfahrene sich innerhalb von Sekunden ohne Schwierigkeiten in eine sitzende Position bringen und so ein Hängetrauma vermeiden können. Ist der Anwender im Gurt gestürzt, muss er lediglich die Füße anziehen und sitzt sofort sicher im Gurt. Mit dem Vorziehen der Beingurte kann er sich anschließend in die bestmögliche und sicherste Position bis zur Rettung bringen. Besonders für unerfahrene Anwender ist das ein enormer Vorteil. Sie können die Schutzmaßnahme einfach und intuitiv anwenden - trotz stressiger Situation oder wenn es vergessen wird. Eine Falschanwendung wie etwa bei der Prusikschlinge ist nicht möglich. Damit werden wertvolle Minuten bis zur Rettung gewonnen.

Weitere Sicherheitsfeatures wie der Near Field Communication (NFC)-Tag »ZmartCheck« und der »WebAlert« helfen Anwendern und Verantwortlichen darüber hinaus, die Orientierung bei der regelmäßigen gemäß Norm EN 365 vorgeschriebenen Überprüfung der Gurte zu behalten. Anwender halten einfach ihr Handy an den-NFC-Tag und haben sofort alle Infos im Blick. Ist der Gurt aufgrund von Belastungen bereits spröde und rissig, alarmiert sofort der integrierte ­»WebAlert« im Auffanggurt. Die in das Gurtband eingewebten roten Fasern signalisieren, dass der Gurt nicht mehr verwendet werden darf und ausgetauscht werden muss.  

DAS UNTERNEHMEN

Die Zarges GmbH aus Weilheim in Oberbayern ist ein weltweit tätiges Unternehmen mit rund 800 Mitarbeitern und drei Produktionsstätten in Europa. Innovative Technologien und die fundierte Erfahrung mit dem Werkstoff Aluminium finden sich in den Produkten der drei großen Geschäftsbereiche Steigen, Verpacken & Transportieren und Speziallösungen. Sie vereinen die Vorteile des Werkstoffs, wie hohe Stabilität bei geringem Gewicht, Korrosionsfestigkeit sowie Flexibilität im Einsatz. Egal ob in der Industrie, im Handel oder für Privatanwender: Kunden schätzen das Unternehmen als verlässlichen Partner und profitieren von Qualität, Expertise und umfassendem Service, der sie auch nach dem Kauf der Markenprodukte jahrelang begleitet.

Firmeninfo

ZARGES GmbH

Zargesstraße 7
82362 Weilheim

Telefon: +49 881 687-0

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