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HAKOS: Flachdach- sicherung ohne Kontergewichte

Die Unfallzahlen im Bereich Dacharbeiten und Gerüstbau sind in den vergangenen beiden Jahren gestiegen. Ein Umstand, der nach besseren Sicherungssystemen verlangt. Hakos hat ein teiltemporäres System entwickelt, das die aufwendige Einrüstung hoher und langgestreckter Fassaden überflüssig machen soll.

Zwar sind Arbeitsunfälle auf Baustellen seit einigen Jahren rückläufig, dennoch befinden sich die absoluten Zahlen immer noch auf einem hohen Niveau – und sie sind nach Angaben der BG Bau 2017 erneut gestiegen. Mit einem hohen Prozentsatz sind Stürze insbesondere von Dächern und Gerüsten auch an den tödlich ausgehenden Unfällen ­beteiligt. Ein Umstand, der nach besseren Sicherungssystemen verlangt.

Das Hakos-System zur Flachdachsicherung bietet eine solche Möglichkeit. Ist die Ankerplatte erst mal montiert, lassen sich die Absturzsicherungen später mit geringem Aufwand befestigen. Aufwendige und kostspielige Einrüstung hoher und langgestreckter Fassaden zur Absicherung oft nur geringfügiger Dacharbeiten sollen laut Hersteller damit der Vergangenheit angehören.

Dazu kommt, dass durch moderne, vor allem optisch auffällige, Bauweisen von Flachdachkonstruktionen die sichere Montage von Gerüsten zunehmend erschwert wird. Leichtbauweisen in Aluminium oder vollflächige Glasfassaden machen die Fixierung von Gerüstaufbauten oftmals schwierig.

»Bestehende Standards nutzen«

Entwickelt hat das Hakos-System der Dachdeckermeister Rudi Hachenberg. In seiner fast 40-jährigen Berufserfahrung hatte er es oft mit komplizierten, teuren und durch zusätzlichen Gerüstbau auch zeitverzögernden Systemen zu tun. Er entwickelte aus dieser Problemstellung heraus seine eigene Lösung. Die Grundversion des Hakos-Systems wurde im Austausch mit Praktikern und Sicherheitsexperten weiter entwickelt, bis es im April letzten Jahres durch die DGUV zertifiziert wurde. »Ziel war dabei von Anfang an, keine neuen Standards zu setzen, sondern bestehende Standards zu nutzen«, Hachenberg.


Das teiltemporäre Hakos- System kommt ohne Kontergewichte aus, die bei bisherigen Lösungen oftmals die Arbeiten auf dem Dach behindern können. Ein wesentliches Element des neuen Systems, die Ankerplatte, wird mit dem Gebäude verbunden und verbleibt dauerhaft dort. In die mit 4 m Abstand montierten Platten werden die Pfostenhalter eingerastet. Hierauf wiederum können handelsübliche, genormte Gerüstbauteile aufgesetzt werden. So kann die Seitenabsturzsicherung nach einmaliger Montage der Ankerplatten an der Außenwand der Gebäude montiert werden, ohne dass dafür ein zusätzliches Gerüst aufgebaut werden muss.

»Wir legen größten Wert auf statisch nachgewiesene Befestigungen«, betont Hachenberg. »Gerade für die Befestigung an Sandwich-Elementen, die im modernen Industriebau häufig zur Verwendung kommen, liegen für die unterschiedlichen Anwendungsfälle und eine Vielzahl von Herstellern entsprechende Nachweise vor.«    m

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