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Timberland Pro legt erfolgreichen Europa-Launch hin

Seit mehr als 20 Jahren ist die Marke Timberland Pro erfolgreich am nordamerikanischen Markt vertreten – jetzt soll Europa folgen. Und damit geht neben einer großen Erwartungshaltung auch eine große Aufgabe einher: Die Märkte hierzulande sind hart umkämpft, bieten aus Sicht des Unternehmens aber gerade für den Bereich der Qualitäts-Workwear ein riesiges Potenzial. Mit ihrem internationalen Fachpublikum diente die A+A in Düsseldorf als ideale Plattform für die VF Gruppe, um ihre neue Premiummarke Timberland Pro in Europa vorzustellen. Spezialisiert auf den Bereich Workwear, konnte das Unternehmen vor allem mit qualitativ hochwertigen Produkten aus nachhaltigen Materialien punkten. Im Mittelpunkt des Messeauftritts stand eine fulminante Fashionshow, bei der die Zuschauer moderne Workwear von Timberland und Dickies vorgestellt bekamen, die sowohl funktional als auch optisch überzeugen konnte. Die Redaktion der bauSICHERHEIT war mit dabei und hat sich ein eigenes Bild von den Produkten sowie den hohen Herstellungsanforderungen des Unternehmens gemacht.

Für den Markenlaunch hat sich der Hersteller zwar viel vorgenommen, weiß aber auch um die bereits vorhandenen Stärken: »Den europäischen Marken-Launch von Timberland Pro auf der A+A zu feiern war die richtige Entscheidung. Das Feedback der Messebesucher war durchweg positiv«, sagte Jason Carriere, International Director von Timberland Pro. »Timberland ist als Premium-Marke im europäischen Raum bestens bekannt. Somit sind die Erwartungen an uns entsprechend hoch. Mit der Workwear-Linie bleiben wir dem hohen Anspruch an die Marke treu und das erkennen die Kunden an. Wenn wir von Besuchern hören, dass dies die schönste Workwear-Kollektion sei, die sie je gesehen haben, macht mich das persönlich und auch unser gesamtes Team sehr stolz.«

Nachhaltigkeit als zentraler Grundsatz

Zu spüren war dieser Stolz im Rahmen der A+A vor allem durch die Vorstellung der ersten Workwear-Kollektion, die neben einem starken Design auch mit beispielhafter Nachhaltigkeit punkten kann. So verwendet der Hersteller nach eigenen Angaben überall da nachwachsende und recycelte Rohstoffe, wo immer dies möglich ist.

Ein gutes Beispiel dafür das sogenannte »ReBOTL«-Material, welches in Kleidungsstücken und Sicherheitsschuhen zum Einsatz kommt und zu mindestens 50 Prozent aus recyceltem PET besteht, das aus alten Kunststoffflaschen gewonnen wird. Innerhalb eines Jahres sind laut Timberland bereits knapp 350 Millionen 0,5-Liter-Kunststoffflaschen verarbeitet worden – beispielsweise für Obermaterialien, Futterstoff oder auch Schnürsenkel.


Verantwortungsbewusster Umgang mit Rohstoffen

Bei der Herstellung der Timberland-Produkte soll außerdem das VF-Programm »Chem-IQ« greifen: Es regelt, so der Hersteller, die Substitution von schadstoffreichen Chemikalien durch schadstoffärmere Alternativen. So konnten laut eigener Angaben bereits 510 Tonnen Stoffe ersetzt werden. Bis 2025 soll die Sparte der Outdoorbekleidung komplett ohne polyfluorierte Chemikalien (PFC) produziert werden.

Es bringe zwar gute wasser-, öl- und schmutzabweisende Eigenschaften mit sich, sei aber gleichzeitig in der Umwelt nicht abbaubar und könne sich mutmaßlich über Wasserwege, Luft und Nahrung in der Natur verbreiten. Die Einführung einer eigenen Richtlinie regelt darüber hinaus den Umgang mit Materialien aus tierischer Herkunft und Holzwerkstoffen. Bis Ende dieses Jahres sollen zum Beispiel 100  Prozent aller Daunenprodukte RDS-zertifiziert sein. Der »Responsible Down Standard« garantiere, dass Zwangsernährung und Lebendrupf der Gänse oder Enten ausgeschlossen sei, der Tierschutz, basierend auf den fünf Freiheiten von Nutztieren, eingehalten werde und aufgrund der Rückverfolgbarkeit volle Transparenz in der Lieferkette bestehe. Außerdem solle das Schuhleder bis 2021 ausschließlich in LWG (Leather Working Group) geprüften Gerbereien gefertigt werden. Diese dürften keine potenziell kritischen Substanzen verwenden, vorgegebene Grenzwerte bei Wasser- und Energieverbrauch nicht überschreiten und müssten Standards im Bereich der Arbeitssicherheit einhalten, so Timberland Pro.

Überdies werde in allen Produktionsstätten auf die Einhaltung der Menschenrechte und faire Arbeitsbedingungen geachtet, womit das Unternehmen ein weiteres wichtiges Thema aufgreift, das gerade auf dem europäischen Markt mehr und mehr zum zentralen Thema bei den Konsumenten geworden ist. Die VF Global Compliance-Richtlinie, so Timberland Pro, verbiete in allen Unternehmen der Gruppe Kinderarbeit, regele Gesetze zu Löhnen und Arbeitszeiten, faire Behandlung der Mitarbeiter, den Arbeitsschutz und Umweltzertifikate. Auch die Lieferanten wolle man gemäß dieser Richtlinie regelmäßig überprüften.

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