Das italienische Unternehmen mit Sitz in Chiuduno entwickelt und produziert Helme für Arbeitsschutz und Sport. International aufgestellt mit Niederlassungen in den USA und Australien, verfolgt Kask eine klare Mission: Helme zu bauen, die höchste globale Sicherheitsstandards erfüllen – und gleichzeitig durch Komfort, Funktionalität und Design überzeugen.
Komfort als Schlüssel zur Trägerakzeptanz
»Wo man sich wirklich differenziert, ist der Komfort«, sagt Dirk Rosenbauer, Business Development Manager DACH bei Kask Safety. Passform und Tragegefühl sind dabei keine Nebenaspekte, sondern zentrale Entwicklungsparameter. Ein Helm, der auch nach vielen Stunden nicht drückt, verrutscht oder stört, wird akzeptiert und getragen. Aus dieser Überzeugung entstand auch die Kampagne »Wow – With One Wear«. Sie beschreibt, so das Unternemen, den Moment, in dem Anwender einen Kask-Helm erstmals aufsetzen und spüren, dass Passform, Komfort und Vertrauen zusammenkommen. Der sogenannte »Wow«-Effekt stehe dabei für ein Tragegefühl, das konzentriertes Arbeiten unterstützt und Leistungsfähigkeit fördert.
Entscheidend ist dabei die Skalierbarkeit: Unterschiedliche Kopfgrößen und -formen sollen gleichermaßen profitieren, ergänzt durch modulare Zubehörlösungen für verschiedene Arbeitsumgebungen. Für Unternehmen bedeutet das messbare Vorteile, darunter weniger Diskussionen, höhere Compliance und letztlich mehr Sicherheit.
Vom Einzelprodukt zum integrierten System
Auch in der Beschaffung zeichnet sich laut Kask ein Wandel ab: Statt isolierter Einzelprodukte wächst der Bedarf an ganzheitlichen Lösungen. Kask reagiert darauf mit einem konsequenten Systemansatz: Helme werden als Plattformen verstanden, die sich nahtlos mit Augen-, Gesichts-, Gehör- und Wetterschutz kombinieren lassen. »Man muss den ganzen Kopf betrachten«, so Rosenbauer. In der Praxis bedeutet das: weniger Inkompatibilitäten, einfachere Handhabung und ein stimmiges Gesamtsystem, das den Arbeitsalltag erleichtert.
Das Portfolio ist entsprechend entlang konkreter Einsatzfelder strukturiert – von Bau und Industrie über Forstwirtschaft und Höhenarbeit bis hin zu Rettung und Feuerwehr. Mit dem Helm »Quantum« adressiert Kask beispielsweise gezielt Anforderungen in dynamischen Einsatzszenarien wie technischer Hilfeleistung, wo robuste Integration und schnelle Bedienbarkeit entscheidend sind.
Nachhaltigkeit und Zukunftsperspektiven
Neben Ergonomie und Systemfähigkeit gewinnen Materialien und Nachhaltigkeit zunehmend an Bedeutung. Ein Beispiel ist die »Primero«-Serie, bei der eine leichte Polypropylen-Außenschale mit einer Innenschale aus »Neopor Ccycled« von BASF kombiniert wird. Das Material wird chemisch aus Kunststoffabfällen recycelt, reduziert den CO2-Fußabdruck und erfüllt dennoch die hohen Anforderungen an Energieabsorption, Komfort und Sicherheit.
Auch äußere Rahmenbedingungen verändern die Entwicklung: Hitze, Klimaregulierung und wechselnde Einsatzbedingungen rücken stärker in den Fokus als klassische Belüftungskonzepte. Digitale Ansätze wie Sensorik werden diskutiert – doch für Kask bleibt der Kern klar definiert: »Wir konzentrieren uns darauf, den bestmöglichen Helm zu bauen – einen, der sowohl lineare als auch rotatorische Kräfte berücksichtigt«, so Rosenbauer. Am Ende laufen alle Entwicklungen auf einen zentralen Punkt hinaus: Trägerakzeptanz. Sie ist kein Marketingbegriff, sondern ein sicherheitsrelevanter Faktor. Kask leitet daraus seinen Anspruch ab, Schutzhelme zu entwickeln, die nicht nur normgerecht sind, sondern im Arbeitsalltag überzeugen.