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GEDA: Neues Gewand für die Kathedrale Notre-Dame de Paris

Die Kathedrale Notre-Dame lockt jährlich Millionen Besucher aus aller Welt nach Paris. Derzeit laufen umfassende Renovierungsarbeiten an der jahrhundertealten Kirche – unterstützt von einer Transportbühne und zwei Personen- und Lastenaufzügen des Herstellers GEDA-Dechentreiter.

Die Kathedrale Notre-Dame zählt zu den frühesten gotischen Kirchengebäuden Frankreichs. Beim ersten Blick auf die von zwei Türmen geprägte Hauptfassade vermutet man kaum, dass das Wahrzeichen mit großen Problemen kämpft, denn die Zeit hat deutlich anm geschicht­lichen Bauwerk genagt und Spuren hinterlassen.

An zahlreichen Stellen bröckelt die Bausubstanz, Witterung und Luftverschmutzung taten ihr Übriges: Der Stein der Strebebögen ist stark angegriffen, die beliebten Wasserspeier haben ihre Gesichtszüge verloren. Außerdem dringt am Spitzturm in der Mitte der Kathedrale Wasser ein, was wiederum dem Dachstuhl extrem zusetzt. An vielen Stellen sind Steinbrocken sichtbar, die auf niedriger gelegene Dächer gefallen sind – ein Sicherheitsrisiko für die zahlreichen Besucher.

Statik bereitet Sorgen

Dass es nicht nur um die Optik, sondern inzwischen auch um die Statik geht, bereitet den Verantwortlichen Sorgen. In der gotischen Architektur haben alle Elemente Bedeutung für die Struktur des Gesamtbauwerks. So stützen beispielsweise die Strebebögen das Hauptgewölbe von außen, die kleinen Türmchen am Ende der Strebebögen sorgen mit ihrem Gewicht für die Stabilität der Gesamtkonstruktion.

Gotik trifft Technik

Mithilfe von zwei Personen- und Lastenaufzügen sowie einer Transportbühne soll die »Dame« auf der Seine-Insel Ile de la Cité wieder in Schuss gebracht werden. Um einen zügigen Ablauf der Renovierungsarbeiten zu unterstützen, hat Altrad Plettac Mefran zwei GEDA-Personen- und -Lastenaufzüge des Typs »Multilift P12 Comfort« sowie eine GEDA-Transportbühne »500 Z/ZP« an das Gerüstbauunternehmen Europe Échafaudage verkauft.

Die beiden in Paris eingesetzten »Multilift P12«-Aufzüge kommen in der »Comfort«-Version zum Einsatz. Dank modularem System bietet die gesamte GEDA-Multilift-Reihe passende Aufzug­lösungen für den Baustelleneinsatz an. Die kompakte, vorinstallierte Grundeinheit bestehend aus Fahrkorb, Umwehrung, Flachkabeltopf und Antrieb wird als eine Einheit geliefert. Ein Fundament ist nicht notwendig, was sich vor allem beim Einsatz an der Kathedrale Notre-Dame als Vorteil erweist, da der Besucherstrom nicht durch die Sanierungsarbeiten eingeschränkt werden soll.

Flexibler Einsatz

Der Aufbau des Personen- und Lastenaufzugs erfolgt effizient von der Kabine aus. Bezüglich der Steuerung kann bei der Comfort-Variante des »Multilift P12« zwischen einer Etagenvorwahl im Fahrkorb oder einem Etagenstopp auf Knopfdruck gewählt werden. Mit einer Hubgeschwindigkeit von 40 m/min befördert der in Paris eingesetzte »Multilift P12 Comfort« 1 500 kg beziehungsweise zwölf Personen zügig bis in 150 m Höhe. Die A-Bühne mit Abmessungen von 1,4 m x 2 m erlaubt dabei den Transport diverser Baumaterialien.


Laut GEDA punktet der Personen- und Lastenaufzug trotz seiner hohen Tragfähigkeit durch geringe Verankerungskräfte – bei nur einem Mast. Vier Bühnenvarianten ermöglichen den flexiblen Einsatz und die Anpassung des »Multilift P12« an die Gegebenheiten vor Ort. Der »Multilift P12« ist serienmäßig mit den gängigen Sicherheitskomponenten wie Endschalter, geschwindigkeitsabhängiger Fangvorrichtung, Sicherheitsstopp und Überlastabschaltung ausgestattet.

Mit Transportbühne zur Turmspitze

Zum Erreichen der obersten Turmspitze in 69 m Höhe ist eine Transportbühne vom GEDA-Typ »500 Z/ZP« im Einsatz. Der kompakte Aufzug ist sowohl für den zügigen Gerüstaufbau als auch für die nachfolgenden Arbeiten auf der Baustelle geeignet. Mit zwei separaten Steuerungen ausgestattet, kann das Gerät als reiner Bauaufzug mit einer Nutzlast bis 850 kg und als Transportbühne für fünf Personen und Lasten bis zu 500 kg genutzt werden. Durch den geringen Platzbedarf, die hohe Tragfähigkeit und die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten spart der Aufzug Zeit und garantiert eine bessere Logistik am Bau, wie der Hersteller verspricht. Mit einer Hubgeschwindigkeit von 24 m/min im Material- und 12 m/min im Personenmodus ist ein zügiger Baufortschritt möglich.

Unterschiedliche Bühnenvarianten mit verschiedenen Ladetüren und -klappen ermöglichen die Anpassung des »500 Z/ZP« an die jeweiligen Baustellengegebenheiten. Die nach oben offene Lastbühne bietet nach Herstellerangaben viel Platz für sämtliche Arten von Baumaterialien. Darüber hinaus ist die Transportbühne einfach zu montieren und zu bedienen: der Montagesteg erlaubt einen zügigen Aufbau der 1,5 m langen GEDA-»Unimast«-Segmente sowie deren Verankerung an der Fassade beziehungsweise am Gerüst, direkt aus der Bühne heraus bis zu 100 m Höhe.

Trotz der Renovierungsarbeiten ist Notre-Dame für Besucher geöffnet. Allerdings wird sich das Meisterwerk der Gotik noch für einige Jahre hinter Gerüsten verstecken, bis Gläubige und Besucher aus aller Welt die Kathedrale von Paris wieder in ihrer vollen Schönheit bewundern können.    m

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