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CWS-boco: Mietservice für Berufskleidung

Rechtliche Rahmenbedingungen geben dem Arbeitgeber vor, auf die Sicherheit seiner Mitarbeiter zu achten. Dazu gehört, dass für ausreichende Schutzkleidung, auch Persönliche Schutzausrüstung (PSA) genannt, gesorgt wird. Der Arbeitgeber haftet hierbei laut §2 der PSA-Benutzungsverordnung der Bundesregierung für die Unversehrtheit seiner Mitarbeiter. Einen Großteil der Verantwortung können Unternehmen jedoch abgeben, indem sie einen Dienstleister für Berufskleidung beauftragen.

Arbeitsschutz spielt eine immer wichtigere Rolle in Unternehmen und Betrieben. Die Sicherheit der Mitarbeiter steht dabei im Fokus. Eine Gefährdungsanalyse des Arbeitsplatzes durch Unternehmen bestimmt das Arbeitsschutzgesetz. Dort sind die wichtigsten Pflichten des Arbeitgebers festgelegt. Die Beurteilung prüft Belastungen und Arbeitsmittel der Mitarbeitenden. Dazu gehört auch die Auswahl von Schutzkleidung. Der Arbeitgeber haftet laut §2 der PSA-Benutzungsverordnung der Bundesregierung für die Unversehrtheit seiner Mitarbeiter.

Einen Profi beauftragen

Einen Teil dieser Verantwortung lässt sich jedoch abgeben, indem man als Unternehmen einen Dienstleister für Berufskleidung beauftragt. Was sich wie ein Service für Großunternehmen anhört, lohnt sich jedoch bereits für Kleinbetriebe. Werner Münnich, PSA-Experte von CWS, erklärt, wie die Dienstleistung funktioniert und für wen sich diese Leistung letztlich lohnen kann.

»Prinzipiell bietet sich der Mietservice, auch Leasing genannt, für jeden Betrieb und für jedes Unternehmen an, dessen Mitarbeiter Berufskleidung tragen. Unabhängig von der Anzahl der Mitarbeiter. Wer Schutzkleidung im Einsatz hat, sollte sich aus Sicherheitsgründen zwingend für den Mietservice entscheiden.«

Es gehe, so Werner Münnich weiter, zum einen um die Auswahl der richtigen Kleidung für jeden Mitarbeiter. Zum anderen betreffe es die professionelle Pflege und Instandhaltung der Berufskleidung. Es gebe viele gesetzliche Bestimmungen und Risiken, die ohne professionellen Service unmöglich einzuhalten sind.

Textile Dienstleistung für mehr Sicherheit

Im Vorfeld sollte nach Ansicht des Experten sorgfältig ausgewählt werden, welche Schutzfunktionen für die Tätigkeit eines Mitarbeiters nötig sind. »Dienstleister wie CWS beraten Unternehmen dabei intensiv zu den individuellen Begebenheiten. So erhält jeder Mitarbeiter die PSA, die er für seine Arbeit benötigt.«


Schutzkleidung, also Berufskleidung mit besonderen Schutzfunktionen wie für Hitze-Flammschutz oder mit Warnschutz bedarf nach Ansicht von Werner Münnich zudem einer besonderen Handhabung. So gebe es beispielsweise bestimmte Vorgaben, je nach Modell, wie die Kleidung beschaffen sein sollte. Sei etwa die Hose zu lang, dürfe diese nicht einfach gekürzt werden. Bei Warnschutzkleidung existiere wiederum die Vorgabe, dass zwischen Reflektor und Hosenbeinende fünf Zentimeter liegen müssen. »Jede Veränderung der Kleidung unterliegt sicherheitsbedingt strengen Vorgaben. Sollen Namens- oder Logoembleme auf der Kleidung angebracht werden, so müssen diese aus geeignetem Material bestehen. Bei der Anbringung muss die richtige Positionierung eingehalten werden. Dies hängt von der Zertifizierung der Kleidung und den Herstellerinformationen ab«, ergänzt Werner Münnich.

Alle Schutzfunktionen unbedingt erhalten

Auch bei Reparaturen von PSA ist Fachwissen gefragt. So müssen benutzte Garne zum Beispiel bei bestimmter PSA flammfest sein. Wird etwas repariert, solle laut Werner Münnch unbedingt mit Originalmaterialien gearbeitet werden. »Reparaturen von PSA müssen mit großer Vorsicht vorgenommen werden, da Gewebe aufbrechen kann und dadurch die Schutzfunktionen für den Träger unterbrochen werden. Insgesamt lässt sich sagen, dass das ganze Handling der Kleidung von Änderungen über Pflege bis Instandhaltung von Fachpersonal vorgenommen werden sollte. Dies wird auch in den allgemein gültigen SUCAM-Dokumenten, dem Leitfaden für Auswahl, Gebrauch, Pflege und Instandhaltung von Schutzkleidung, gesetzlich vorgegeben. Unternehmen profitieren hier von der Erfahrung und Expertise von textilen Serviceanbietern, die Kenntnisse zu Textilien, deren Aufbereitung sowie den gesetzlichen Vorgaben haben.«

Auf die jeweilige Gesetzgebung achten

Im Bereich Arbeitsschutz gibt es staatliche Gesetze wie etwa das bereits eingangs erwähnte Arbeitsschutzgesetz. In den ersten fünf Paragrafen werden die wichtigsten Aufgaben und Pflichten vom Arbeitgeber beschrieben. Zum Arbeitsschutzgesetz zählen zum Beispiel die Arbeitsstättenverordnung oder die PSA- Benutzungsverordnung. »Hinzu kommen Vorschriften von Berufsgenossenschaften und ähnlichen Unfallversicherungsträgern«, so Werner Münnich. »Diese regeln beispielsweise auch das Zusammenspiel verschiedener PSA wie die Art der Handschuhe und die passende Ärmellänge der Berufskleidung dazu.«

Auch die Vorschriften bei der Beschaffung von PSA nehmen zu. Im April 2019 trat die neue PSA Verordnung 2016/425 in Kraft, die Unternehmen und Hersteller mit mehr Verantwortung belegt. PSA-Kleidung muss laut der neuen Verordnung nun alle fünf Jahre neu überprüft und zertifiziert werden. »Wer im Unternehmen das Thema Berufskleidung verantwortet, sollte sich im Zweifelsfall vom Profi beraten lassen«, rät Werner Münnich.

Häufige Fehler im Bereich Sicherheit

Nicht selten wird aus Sicht des Experten zudem der Fehler gemacht, die Umsetzung von Sicherheitsmaßnahmen am Arbeitsplatz nicht ausreichend zu kontrollieren und Mitarbeiter nicht sorgfältig über die Einhaltung aufzuklären. »So ergab eine Arbeitsschutz-Umfrage, dass bei nur 53 Prozent der Träger von Berufskleidung die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften an ihrem Arbeitsplatz regelmäßig kontrolliert wird. Zudem gaben fast zwei Drittel der Mitarbeiter an, Kompromisse bei ihrer Sicherheit einzugehen, um sich das tägliche Arbeiten zu erleichtern. 44 Prozent der Arbeitnehmer lassen auch mal notwendige Teile ihrer Schutzausrüstung wie Schutzbrille, Handschuhe oder Helm weg. So arbeitet es sich bequemer, doch gehen die Mitarbeiter dadurch ein Sicherheitsrisiko ein«, ergänzt Werner Münnich.   J

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