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RKW-Kompetenzzentrum: Innovative Ideen zur Digitalisierung der Bauwirtschaft prämiert

Die RG-Bau im RKW-Kompetenzzentrum befasst sich mit aktuellen Themen der Bauwirtschaft und hat zur »Bau« in München gleich mehrere Veranstaltungen angeboten, die als Rahmenprogramm zur Messe dienten. Im Kongress »Digitales Planen, Bauen und Betreiben« stand die Anwendung von Building Information Modeling (BIM) im gesamten Lebenszyklus von Gebäuden im Mittelpunkt. Highlight der Veranstaltung war die Preisverleihung im Wettbewerb »Auf IT gebaut – Bauberufe mit Zukunft«, bei der die besten Ausarbeitungen rund um das Thema »Digitalisierung der Bauwirtschaft« prämiert wurden.

Von Dan Windhorst

Neben neuen Produkten und verschiedenen Live-Vorführungen hatte die »Bau 2019« auch zahlreiche Informationsveranstaltungen zu bieten, die sich gezielt mit Themen der Bauwirtschaft auseinandersetzen. Einen wichtigen Beitrag dazu leistete die RG-Bau im RKW-Kompetenzzentrum. Sie arbeitet als eine bundesweit aktive und gemeinnützige Forschungs- und Entwicklungseinrichtung des RKW Rationalisierungs- und Innovationszentrums der Deutschen Wirtschaft (ursprünglicher Name »Reichskuratorium für Wirtschaftlichkeit in Industrie und Handwerk« – RKW) an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Politik und Wirtschaft für die Belange kleiner und mittlerer Unternehmen in Deutschland. Gefördert wird das RKW-Kompetenzzentrum vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi).

Nachwuchsförderung in der Bauwirtschaft

Im Rahmen der »Bau« fand unter anderem die Preisverleihung für den Wettbewerb »Auf IT gebaut – Bauberufe mit Zukunft« statt. Dabei wurden besondere digitale Lösungen prämiert, die als innovative Lösungen für die Bauwirtschaft gelten. Überreicht wurden die Preise von Dr. Thomas Gäckle vom BMWi, der für die Nachwuchskräfte lobende Worte fand: »Mit ihren Arbeiten rund um die Digitalisierung des Bauens haben Sie bewiesen, dass die Baubranche innovativ, modern und technikorientiert ist.«

Glückliche Preisträger in verschiedenen Kategorien

Den ersten Platz im Bereich Architektur belegte Jakob Fellner, der mit seinem »urban energy design tool« eine Lösung entwickelt hatte, mit der eine energierelevante Betrachtung von Gebäuden als Entscheidungsunterstützung bei der Stadtentwicklung möglich ist.

Zweite wurde Victoria Rusina mit ihren »Digitalen Werkzeugen für die Transformation großer Wohnanlagen in Moskau«. Der dritte Platz ging an Patrick Ole Ohlbrock und Peruigi D’Acunto mit ihrem »Combinatorial Equilibrium Modelling (CEM)«. Auf dem Podest für die besten Lösungen im Bereich Baubetriebswirtschaft standen Daniel Zibion mit »BIM für das Facility Management durch interaktive Grundrisse und Graph-basiertes Datenmanagement«, gefolgt von Bernhard Müller, der seinen »Baufortschritt mittels Machine Learning« vorstellte. Dritter in dieser Kategorie wurde Peter Richard Wildemann mit seiner »Untersuchung der digitalen Erfassung ausgewählter Baustellenprozesse in Echtzeit«.

Zu den Gewinnern im Bauingenieurwesen zählten Murat Selim Yaman mit der »Erteilung der Baugenehmigung auf der Grundlage eines BIM-Modells«, an zweiter Stelle stand Philipp Hagedorn mit der »Implementierung eines Toolkits für den Information Container for Data Drop«, gefolgt von Tabea Engelmann, die die »Entwicklung eines Konzepts zur Berücksichtigung von Unschärfen in Baugrundmodellen« präsentiert hatte.

Digitaler Fortschritt auch im Handwerk

Der letzte Fachbereich widmete sich dem Handwerk und der Technik, den Markus Pape, Kevin Kuck, Stefan Wiedenstried von Bau-ABC Rostrup mit der »Digitalisierung als ›Vierter Lernort‹ in der Bauwirtschaft« für sich entscheiden konnten. Zweiter wurde Jeanette Spanier von Scaffeye mit der Ausarbeitung »Scaffeye – Sichere Gerüste. Einfach. Digital«. An dritter Stelle lagen Anne Urbig und Mario Anders von DeinHandwerk.de, die ein »B2B-Sharing-Portal« für alle Handwerks- und Baubetriebe vorgestellt hatten.


Außerdem wurde im Rahmen der Veranstaltung der Sonderpreis »Start-up« an Markus Scheffer von SD Ingenieure verliehen. Grund dafür war seine Arbeit »Prozesssimulation als Teil der digitalen Projektabwicklung im Bauwesen«. Im Rahmen der Veranstaltung stellte die RG-Bau überdies die Ergebnisse der Beschäftigungsstudie »Digitale Bauarbeitswelt – Wandel der Beschäftigung im Zuge der Digitalisierung« vor. Begrüßt wurden dazu die Teilnehmer von Roland Weigert, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie. Ein weiterer wichtiger Veranstaltungstermin war der Workshop »Start-up meets Baumittelstand«: Sowohl die Gründer als auch Bauunternehmer konnten sich auf Augenhöhe begegnen, sich austauschen und über die Herausforderungen am Markt sprechen.    w

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