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BAuA: Gefährdungen durch körperliche Fehlbelastungen ermitteln

Seit Jahrzehnten stehen die Ausfalltage aufgrund von Muskel-Skelett-Erkrankungen an erster Stelle in den Statistiken für Arbeitsunfähigkeit. Ob akute Beschwerden oder Verschleißerkrankungen – Fehlbelastungen des Körpers spielen hier eine bedeutende Rolle im Erkrankungsgeschehen. Umso wichtiger ist es, Gefährdungen durch körperliche Tätigkeiten am Arbeitsplatz zu beurteilen, um die Gesundheit der Beschäftigten durch präventive Maßnahmen zu schützen.

Gemeinsam mit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) führte die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) das Projekt »MEGAPHYS« (Mehrstufige Gefährdungsanalyse physischer Belastungen am Arbeitsplatz) durch. Im Rahmen des Projektes wurden insgesamt sechs Leitmerkmethoden entwickelt. Sie stehen jetzt der betrieblichen Praxis zur Verfügung, um mit ihnen Gefährdungen durch verschiedene Formen körperlicher Belastung zu ermitteln und zu beurteilen.

Die BAuA hat jetzt Band 1 des Projektes »MEGAPHYS« veröffentlicht. Auf rund 1 000 Seiten erläutert er die Entwicklung, Erprobung und Evaluation der Methoden, mit denen sich die Gefährdung durch verschiedene Belastungsarten des Körpers beurteilen lässt. Die Formblätter der neuen Leitmerkmalmethoden gibt es im Internet unter www.baua.de/
leitmerkmalmethoden zu finden. Der Bericht beschreibt detailliert und nachvollziehbar, wie die sechs Leitmerkmalmethoden erarbeitet wurden. Es handelt sich dabei um drei weiterentwickelte Methoden zu den Belastungsarten »Manuelles Heben, Halten und Tragen von Lasten«, »Manuelles Ziehen und Schieben von Lasten« sowie »Manuelle Arbeitsprozesse«. Alle haben eine umfangreiche Prüfung von Gütekriterien durchlaufen und werden zur Anwendung empfohlen.   J


 

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