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Sir Safety: »Responder-Technologie unterstreicht hohe Produkt-Kompetenz«

Der auf Sicherheitsschuhe und technische Workwear spezialisierte italienische Hersteller SIR Safety System will seine Produkte jetzt auch verstärkt in Zentraleuropa und vor allem in Deutschland etablieren und hat deshalb Anfang Oktober in Köln seine erste Auslandsniederlassung installiert, die für die gesamte DACH-Region zuständig ist. »Wir bieten Produkte, die andere in dieser Form so nicht anbieten können«, sagte deren Leiter Marcel Hlawatsch im Gespräch mit der bauSICHERHEIT auf der A+A, auf der unter anderem die neue Sicherheitsschuh-Kollektion »Responder« mit sechs Modellen präsentiert wurde.

Von Michael Wulf

Das Familienunternehmen mit Sitz in Assisi (Umbrien) hat seit seiner Gründung durch Gino Sirci im Jahre 1979 eine bemerkenswerte Entwicklung hinter sich und erwirtschaftet heute mit insgesamt gut 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen Umsatz von rund 70 Mio. Euro. Es zählt in Italien mit zu den führenden Anbietern von technischer Workwear – mit den Teilbereichen Funktionsbekleidung, Warnschutzbekleidung und Multinorm-Arbeitsbekleidung – sowie von Sicherheitsschuhen und führt in seinem Sortiment zudem Produkte aus den Bereichen Handschuhe, Kopf- und Atemschutz sowie PSAgA. Vor allem die Tatsache, dass SIR Safety auch über einen europäischen Produktionsstandort verfügt, unterscheidet das Unternehmen von vielen anderen Workwear-Anbietern.  

»Dank unseres Werks in Rumänien können wir sehr flexibel produzieren und auf kurzfristige Anforderungen schnell reagieren«, sagt Marcel Hlawatsch, der als kaufmännischer Direktor der deutschen Niederlassung in Köln firmiert und in dieser Position auch für die Märkte in Österreich und in der Schweiz zuständig ist. »Ein weiterer Vorteil ist, dass wir dadurch eine hohe Liefersicherheit bieten können«, so der 51-Jährige weiter, der in diesem Zusammenhang darauf hinweist, dass SIR Safety mit dem Werk in Rumänien »eher die Ausnahme ist in der Branche«. Die gut 150 Näherinnen und Näher fertigten dort vor allem zweifarbige Workwear-Kollektionen sowie große Teile der Multinormbekleidung – und das mit einer Durchlaufzeit von nur 45 Tagen, wie Marcel Hlawatsch erläuterte. So könnten in weniger als acht Wochen individualisierte Textilien auf Basis existierender Designs schon ab 50 Teilen pro Modell geliefert werden. Schwankende Frachtraten und Containerengpässe spielten bei diesen EU-Produkten keine Rolle. Eine weitere Tochtergesellschaft in Shanghai koordiniere auf 4 500 m² Fläche das asiatische Qualitätsmanagement und die dortige Logistik.


Alles selbst entwickelt

Besonders imponiert hat Marcel Hlawatsch, der seit gut 30 Jahren in der PSA-Branche tätig ist und dementsprechend große Erfahrung hat, dass am Stammsitz in Assisi alle Produkte selbst entwickelt werden. Auf gut 25 000 m² ist dort sowohl das moderne europäische Logistik-Zentrum als auch das Entwicklungs-Team zu Hause. Vom Design über den Zuschnitt und die Musternäherei bis hin zur Zertifizierungsvorbereitung finden alle Entwicklungsschritte in Assisi statt. Ähnliches nimmt das Unternehmen, das von Gino Sirci und seinem Bruder Francesco geleitet wird, auch für seine selbst entwickelte »Responder«-Technologie im Segment der hochwertigen Sicherheitsschuhe nach EN ISO 20345 in Anspruch. Die Basis der geschützten Technologie ist eine durchgängige Zwischensohle aus Tausenden von E-TPU Partikeln mit sehr hoher Elastizität und einer dauerhaften Rückstellfähigkeit. Stöße während der Auftrittphase würden mit einem Wert absorbiert, der 90 Prozent über dem von der Norm geforderten Grenzwert liege. Die Energie werde gespeichert und während der Abstoßphase an den Fuß zurückgeleitet. Darüber hinaus verhindere ein Fersenstabilisator die Ermüdung des Fußes. Zusätzlich findet das »Responder«-Material im Fußbett Verwendung, wo es für eine deutlich spürbare Komfortverbesserung im Vergleich zu herkömmlichen Innensohlen sorge.

Weitere Niederlassungen gründen

Nach dem »Startschuss auf der A+A« ist es nun Marcel Hlawatschs Aufgabe, mit der deutschen Niederlassung und deren fünf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein Händlernetzwerk aufzubauen, das mit technischen Händlern und mit dem Fach- und Einzelhandel eine geografische und branchenspezifische Abdeckung gewährleistet. »Dabei arbeiten wir zu einhundert Prozent handelstreu«, betont Hlawatsch. Sein Ziel ist es, das Unternehmen innerhalb von fünf Jahren zu einem verlässlichen Lieferanten des namhaften Groß- und Einzelhandels zu entwickeln. Das Onlinegeschäft soll mittelfristig mit einer sehr überschaubaren Zahl von Vertriebspartnern betrieben werden. Zudem gebe es bei SIR Safety Pläne, so Marcel Hlawatsch, künftig weitere Auslandsniederlassungen in Europa zu gründen. Behilflich könnte dabei SIR Safetys Engagement im Sportsponsoring sein. Seit Jahren ist das Unternehmen Hauptsponsor des Volleyballclubs SIR Safety Perugia.       mw

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