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pervormance: Hitzeschlacht auf der Baustelle

Der Klimawandel ist in vollem Gange. Besonders hart trifft das die Arbeiter im Hoch- und Tiefbau, die nach wie vor eine der kräfteraubendsten Tätigkeiten ausüben. Schon jetzt gehören hitzebedingte Erschöpfung sowie Konzentrations- und Leistungsprobleme für viele zum Alltag – einschließlich aller damit verbundenen Gesundheitsgefahren. Nun verschärft sich die Hitzeproblematik durch das Tragen von Atemschutzmasken, die laut des SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandards für das Baugewerbe auf Baustellen getragen werden sollen, wenn der Mindestabstand nicht sicher eingehalten werden kann. »E.Cooline«, die Klimaanlage zum Anziehen, kann helfen, die Hitzebelastungen am Bau zu meistern und dabei gesund und leistungsfähig zu bleiben.

Schon jetzt folgt nach Ansicht zahlreicher Experten ein Jahrhundertsommer dem nächsten. Starke Hitze in Deutschland mit Temperaturen jenseits der 30 Grad Marke werden laut Klimaexperten zur Normalität. Damit müssen die Arbeiter auf dem Bau in irgendeiner Form zurechtkommen. Für alle, die sowieso schon Herz-Kreislauf-Probleme haben, an Übergewicht, Diabetes oder chronischen Lungenkrankheiten leiden, können die klimatischen Bedingungen lebensgefährlich werden und die Lebensqualität deutlich einschränken. Laut BG Bau haben Arbeitsunfälle durch Hitzschlag, Schwächeanfälle oder Sonnenstich in den vergangenen Jahren bereits zugenommen und weißer Hautkrebs ist mittlerweile die am häufigsten angezeigte Berufskrankheit in der Branche.

Hohe Belastung für den Körper

Trotzdem wird der freie Oberkörper häufig noch den empfohlenen Schutzmaßnahmen vorgezogen, da vor der Sonne schützende Kleidung in der Regel Hitzestau verursacht und unter Extrembedingungen zur Tortur werden kann. Arbeiter auf dem Bau, die bei 30 Grad ohne Kopf- und Körperschutz arbeiten, gehen damit jedoch ein extrem hohes Risiko ein.

Ein weiteres Problem: Atemschutzmasken

Verschärft wird die Hitzeproblematik nun durch das Tragen von Atemschutzmasken (laut b.a.u.a. PPT1-3), die unabhängig vom betrieblichen Maßnahmenkonzept in Zweifelsfällen, bei denen der Mindestabstand nicht sicher eingehalten werden kann, getragen werden sollen.

Da selbst einfache Masken zu einer eingeschränkten Ventilation und Sauerstoffversorgung führen, kommt es schnell zu Erschöpfung, Konzentrationsverlust und weiteren gesundheitlichen Problemen. Zudem ist die Tragezeit der Masken begrenzt, da die menschliche Atmung und Sauerstoffversorgung nicht dafür ausgelegt ist, den eigenen Atem und höhere Mengen CO2 zum Teil wieder einzuatmen – und das für längere Zeit.

Geregelt ist die Tragezeitbegrenzung beim Atemschutz in der DGUV Regel 112-190. Es gibt klare Tragezeitbeschränkungen von 75 bis 120 Minuten. Auch der Faktor körperliche Arbeit spielt dabei eine große Rolle. Außerdem reduziert sich diese Tragezeit um einen weiteren Faktor von 0,7, wenn Hitze dazukommt. Dann liegt die Tragezeit deutlich niedriger. Danach sind jeweils Pausen von 30 Minuten Pflicht. Das Thema Atemschutz ist eigentlich nicht für den ganzen Arbeitstag und auch nicht für den täglichen Einsatz über Wochen ausgelegt.


Für eine effektive Abkühlung sorgen

Trotz aller einschränkenden Gegebenheiten müssen die Baustellen meist ohne große Unterbrechungen weiterlaufen. Was also tun bei Hitze, wenn sich die Rahmenbedingungen nicht ändern lassen?

Kühlwesten, Kühlshirts oder kühlende Kopfbedeckungen können hier helfen und manchmal sogar lebensrettend sein. Die »E.Cooline«-Kühlfunktionskleidung bietet Bauarbeitern Angaben des Herstellers zufolge sekundenschnell eine körpernahe, individuelle Kühlung und macht die empfohlene Schutzausrüstung dadurch auch bei größter Hitze erträglich, wodurch auch das Hautkrebsrisiko deutlich gesenkt wird.

Speziell für das Baugewerbe entwickelt wurde das »Powercool SX3 BandanaPRO« mit Nackenschutz in Signalfarbe. Die kühlende Kopfbedeckung ist für alle Standardhelme geeignet und wurde nach den Anforderungen der Berufsgenossenschaften konzipiert. Der Nackenschutz ist nicht abnehmbar und erfüllt damit die Vorgaben der BGs für eine förderfähige kühlende Kopfbedeckung. Kombinieren lässt sich diese Lösung etwa mit einer Signalweste wie der »PowerSignal Weste SX3« mit aktueller EN 20471 Zertifizierung oder einer »Powercool SX3«-Kühlweste.

Auch bei Hitzeproblemen mit Atemschutzmasken kann die »E.Cooline«-Kühlkleidung laut Hersteller entlastend wirken. In einer wissenschaftlichen Studie der Universität Münster unter Prof. Winfried Joch sei ermittelt worden, dass bei Hitze und körperlicher Belastung die notwendige Sauerstoffaufnahme durch »E.Cooline«-Kühlwesten deutlich reduziert werden könne. Der Körper benötige durch Kühlung weniger Sauerstoff, was beim Tragen von Atemschutzmasken entscheidend sein könne.

Schnell und unkompliziert

Die aktiv kühlende Kleidung ist laut Herstellerangaben in Sekunden einsatzbereit, kühlt den Menschen direkt und kann wie eine Klimaanlage zum Anziehen nahezu überall am Bau eingesetzt werden. Die »Cooline«-SX3 Technologie sorgt dabei mit smarten Fasern in einer 3D-Struktur dafür, dass eine Kühlenergie von bis zu 660 Watt erzeugt werden kann, die den Körper je nach Bedarf um bis zu 12°C herunterkühlen kann und das über mehrere Stunden. Die waschbare Kühlfunktionskleidung benötigt hierfür keinerlei umweltbelastende Energiequellen und ist klimaneutral. Auch die Berufsgenossenschaft Bau hat auf die verschärften klimatischen Bedingungen, einhergehend mit Hitzetoten, Krankheits- und Ausfallzeiten sowie einer erhöhten Unfallrate am Bau, reagiert und fördert Kühlwesten und die beschriebenen kühlenden Kopfbedeckungen für Mitgliedsunternehmen mit einem Zuschuss von bis zu 50 Prozent.   J

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