Persönlicher Schutz Aktuelles

Engel Workwear: Frühwarnsystem zum Anziehen aus Skandinavien

Bei Warnkleidung haben skandinavische Workwear-Hersteller wie F. Engel häufig die Nase vorn. Wegen der besonderen Licht- und Wetterverhältnisse ist Schutzkleidung dort besonderen Belastungen ausgesetzt.

Eingedenk der besonderen Umgebungseinflüsse in Skandinavien verwundert es wenig, dass Warnkleidung in den nordischen Ländern einen enorm wichtigen Stellenwert hat. Weithin sichtbare, mit der Umgebung stark kontrastierende Farben wie fluoreszierendes Rot, Gelb und Orange sind weithin verbreitet: Sie werden nicht nur für die Schutzkleidung in fließendem Verkehr eingesetzt, sondern sind auch als Besatzfarben in Berufskleidung weit verbreitet. Ähnliches gilt für Retroreflexstreifen. Längst sind sie nicht mehr nur fester Bestandteil von Warnkleidung, sondern auch von Hosen und Jacken für Handwerker und Industriearbeiter.

Mit Leichtigkeit erkennbar

Zu den Pionieren auf dem Gebiet der Warnkleidung gehört Engel Workwear im dänischen Haderslev. Das Unternehmen engagiert sich seit Jahrzehnten für hoch sichtbare Schutzkleidung, weshalb die Kollektion aus Dänemark zu einer der umfangreichsten in Europa zählt. Die Vielseitigkeit des Sortiments resultiert aus den jahreszeitbedingten Anforderungen, unter denen Straßenbau und -reinigung oder auch der Verkehrswegebau ans Werk gehen. Da etwa Hitze Menschen schneller müde, unkonzentrierter und unkritischer gegenüber Gefährdungen macht, müssen Oberteile und Hosen luftig und leicht sein. Warnkleidung aus einem Gewebe, das nur 245 g/m² auf die Waage bringt, und Shirt-Lösungen mit einem hohen, hautfreundlichen Baumwollanteil bieten Beschäftigten den passenden Klimakomfort.

Eingebauter Sonnenschutzfaktor

Der Außeneinsatz birgt aber nicht nur Risiken durch die Hitze. Auch UV-Strahlen können zur Gefahr werden: Zu viel Sonne kann Sonnenbrand auslösen und Hautkrebs verursachen. Für einen effektiven Schutz der Haut gibt es Sonnencreme – und es gibt Warnkleidung mit UV-Schutzfaktor (UPF). Dieser reduziert die negative Wirkung der Sonnenstrahlen und erlaubt eine längere Aufenthaltsdauer im Freien. Sie richtet sich nach dem an der Kleidung ausgewiesenen Lichtschutzfaktor, der quasi ein Zeitfaktor ist. Um einen verlässlichen Sonnenschutz kommt niemand herum, der acht Stunden unter freiem Himmel arbeitet. Für Carl Eric Engel, Geschäftsführer von Engel Workwear, ist ein entsprechender Sonnenschutz daher selbstverständlicher Bestandteil der Warnkleidungskollektion »Safety«. Wenn es um die Sicherheit von Menschen geht, will er keine Kompromisse machen.

Der Unternehmer legt zudem Wert auf jedes Detail: Materialien, Schnittführung, Ausstattung und Verarbeitung sind – im Rahmen der Norm – auf einen verlässlichen Schutz ausgelegt und entlasten die Menschen gleichzeitig bei ihrer risikoreichen Arbeit.

Das neue Leuchten

Warnkleidung entwickelt sich ständig weiter. Mit der 2013 veröffentlichten ISO 20 471 sind zahlreiche Änderungen einhergegangen, die einer neuen Bewertung geschuldet ist. So wird das Risiko, nicht gesehen zu werden, an der Wahrscheinlichkeit des Eintreffens und dem Gefährdungsgrad bemessen. Besteht, wie im Fall von Straßenbauarbeiten und Co. ein hohes Risiko, fordert die Norm eine 360°-Erkennbarkeit bei Tageslicht und durch Fahrzeug-Scheinwerfer bei Dunkelheit. Daher müssen horizontale retro­reflektierende Streifen und fluoreszierende Materialien den Torso sowie Hosenbeine und Ärmel umschließen. Dadurch wird die Form eines Menschen leichter ­erkennbar. Doch trotz der Anforderungen der Norm an die Ausführung von Warnkleidung, kann es vor allem in dunklen, unbeleuchteten Bereichen zu Unfällen kommen. Da Retroreflexstreifen direkt angeleuchtet werden müssen, um sichtbar zu sein, bleiben sie bei ungerichteter Schummerbeleuchtung wirkungslos. Dieses Problem soll künftig durch zusätzliche, in Warnkleidung eingebrac hte aktive Leuchtelemente gelöst werden.

Wenn die Sichtverhältnisse weder Reflexstreifen noch besonderen Anforderungen erkennen lassen, sollen LED oder elektrolumineszente Elemente auf die Beschäftigten im Gefahrenbereich aufmerksam machen. Zu diesem Zweck muss die Warnkleidung mit einer Stromversorgung durch Akkus, stromleitenden Garnen und Leuchtelementen versehen werden.     e

Nach oben
facebook rss