Persönlicher Schutz Aktuelles

3M: Geförderte PSAgA

Die Gründe für schwere oder gar tödliche Unfälle durch Absturz auf Baustellen sind groß. Sie reichen von der falschen Handhabung der PSA über Fahrlässigkeit durch Gewohnheit bis hin zu Nachlässigkeit durch Zeitdruck oder mangelndem Gefahrenbewusstsein. Abstürze etwa von Hubarbeitsbühnen zählen hierbei zu den häufigsten und gefährlichsten Unfallrisiken in der Bauwirtschaft. Marion Schiller, EMEA Standard Development and Regulatory for Fall Protection bei 3M Deutschland, kennt diese Gefahren und mahnt dazu, sich noch intensitver mit dem Risiko zu befassen.

Um für das Thema zu sensibilisieren, investieren viele Unternehmen sowie Berufsgenossenschaften in umfangreiche Kampagnen. Kernpunkt des Ganzen ist immer wieder der Appell an die Arbeitgeber, ihre Mitarbeiter für die vorhandenen Risiken zu sensibilisieren, ihnen eine geeignete Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz (PSAgA) zur Verfügung zu stellen und passende Schulungen zum richtigen Umgang zu ermöglichen.

»Die Statistiken der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG Bau) zeigen uns, dass Abstürze weiterhin die häufigste Ursache für tödliche Arbeitsunfälle in der Bauwirtschaft sind. Über 35 Prozent der tödlichen Arbeitsunfälle im Zeitraum 2009 bis 2018 ereigneten sich laut BG Bau infolge eines Absturzes. Daher ist es sehr zu begrüßen, dass die Anschaffung von kleinen, leichten Höhensicherungsgeräten nun finanziell gefördert wird«, so Marion Schiller.

Geeignete PSAgA verwenden

Zwei Drittel der tödlichen Absturzunfälle ereigneten sich laut Statistik der BG Bau aus weniger als fünf Metern Höhe. Insbesondere beim Arbeiten auf Hub-arbeitsbühnen oder auf Dachkonstruktionen kommt es immer wieder zu Absturzunfällen. Mobile Hubarbeitsbühnen werden in vielen Bereichen für den zeitlich begrenzten Höhenzugang eingesetzt. Durch einen Peitschen- oder Katapulteffekt bei teleskopierbaren Arbeitsbühnen kann der Nutzer aus dem Arbeitskorb herausgeschleudert werden. Mit dem Einsatz geeigneter PSAgA lässt sich bei derartigen Vorfällen eine Vielzahl an schweren Unfällen verhindern.


Die Förderprogramme sinnvoll nutzen

Die Förderung beträgt laut BG Bau aktuell 50 Prozent der Anschaffungskosten bis zu maximal 250 Euro. Voraussetzung für die Inanspruchnahme sei unter anderem, dass das Unternehmen Mitglied der BG Bau sein muss. Zudem sei vorgeschrieben, dass neben der PSAgA-Anschaffung auch eine entsprechende Schulung absolviert und nachgewiesen werden müsse. Das stelle sicher, dass der jeweilige Mitarbeiter die Schutzausrüstung korrekt einsetzen könne. Pro geschulter Person werde jeweils die Anschaffung eines Systems aus Höhensicherungsgerät und PSAgA gefördert. »3M etwa bietet den Unternehmen beides aus einer Hand – sowohl die geeigneten Produkte als auch maßgeschneiderte Schulungen«, ergänzt Marion Schiller. »Unsere Trainer schulen Mitarbeiter aus dem Baubereich. Dazu bieten sich abhängig vom jeweiligen Unternehmen das 3M Trainingscenter in Hamburg an oder auch unsere mobilen Trainingseinheiten, die dezentrale Schulungen direkt vor Ort beim Unternehmen ermöglichen.«

PSA bei Tätigkeiten auf Hubarbeitsbühnen

Wer auf einer Hubarbeitsbühne tätig ist, kann wiederum auf verschiedene Sicherheitslösungen zurückgreifen. »Für diese Anwendungsbereiche empfehlen wir unser Hubsteigersicherungs-Set mit dem ›3M DBI-SALA Nano-Lok Edge‹-Höhensicherungsgerät, dem dazu passenden ›Protecta‹-Auffanggurt sowie dem ›3M Protecta‹-Rucksack,« sagt Marion Schiller. Der Anwender, so die Expertin weiter, verfüge damit über ein zuverlässiges, robustes und anwenderfreundliches Komplettset für sicheres Arbeiten. Das Höhensicherungsgerät sei nach dem Prüfgrundsatz PSA gegen Absturz zur Verwendung in Arbeitskörben von fahrbaren Hubarbeitsbühnen getestet.

Als wesentlichen Pluspunkt dieser Lösung nennt Marion Schiller ihre hohe Benutzerfreundlichkeit. Das Höhensicherungsgerät werde direkt am Körper getragen, so wie es Anwender allgemein gewohnt sind. Zudem sei das Gerät besonders wartungsfreundlich, die jährliche Überprüfung lasse sich einfach und somit zeit- und kostensparend umsetzen. Von Vorteil sei ebenfalls die einfache Befestigung: »Mittels eines Sicherheitsstiftes wird das Gerät direkt am Gurtband befestigt. Die Auffangöse bleibt somit frei und kann für eine mögliche Rettung genutzt werden. Das besondere Design minimiert die Stoßkräfte, der automatische Einzug von nicht genutztem Gurtband reduziert zudem das Stolperrisiko. Der integrierte Falldämpfer wird direkt am Gurtband kreuzbefestigt. Dadurch schlägt das Gehäuse zum Beispiel beim Bücken nicht gegen den Hinterkopf. Das Gewicht verteilt sich optimal«, so Marion Schiller abschließend.   J

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